Allein im Urlaub

Ja ihr habt richtig gelesen „im Urlaub“. Ihr fragt euch jetzt bestimmt: „Wie ist das möglich?!“ – die Hotels haben ja momentan für Urlauber geschlossen. Ich bin trotzdem im Urlaub – dabei sollte ich doch eigentlich den Vorlesungen meines Studiums folgen…

Wohin bin ich verreist?

Eine enge Straße von Wald umgeben führt dorthin.

In ein kleines mittelfränkisches Dorf.

Leicht verschneit.

Bekannt für die vielfältigen Bratwurstvariationen des Grünen Metzgers.

Das Hotel ist weltweit bekannt.

Ein Sandsteinhaus mit grünen Fensterläden.

Reiseziel für Gäste aus aller Welt.

Einzigartig konzipiert.

Doch momentan „fast“ Menschenleer.

Kommentare in vielen Sprachen an der Gästewand.

„Fränggisch“ ist aber die einzige Sprache die zurzeit durch die Räume hallt.

 

Alone on holidays

You read right „on holiday“. Probably, you think now „How is that possible?!“ – all hotels are closed for tourists at the moment. Nevertheless, I am on holidays – though I should listen to my university lectures…

Where am I?

A small street surrounded by forest leads there.

To a little Franconian village.

Snow-covered.

Well known for the green butcher with it’s variations of `Bratwurst´.

The hotel is known worldwide.

A sandstone house with green window shutters.

Travel destination for guests from all over the world.

Unique designed.

Yet „almost“ deserted.

Comments in several languages at the guest wall.

„Fränggisch“ (Franconian) is the only language which resounds through the rooms at the moment.

Typisches Winteressen

Mir fallen da spontan zwei ein:

  •  Schlachtschüssel mit Kraut
  •  Bregenwürstchen mit Grünkohl

Schlachtschüssel mit Kraut ist mir von Zuhause: Metzgerei Böbel bekannt und Bregenwürstchen mit Grünkohl habe ich in der Fleischerei Scheller kennen gelernt.

Je nach Region gibt es noch viele weitere Jahreszeit spezifische Gerichte – welche fallen euch noch ein?

Was ist überhaupt Schlachtschlüssel?

  • gekochtes Kopffleisch vom Schwein: Schweinebäckchen oder Rüssele
  • frische Blutwurst
  • frische Leberwurst

werden in Kesselbrühe erhitzt und dann mit Sauerkraut und frischem Brot verzehrt.

Und was sind Bregenwürstchen?

  • rohe/ leicht geräucherte Mettwürste aus Schweinefleisch
  • mittelgrob gewolft
  • in Schweinedarm gefüllt

Genau um diese regionalen Unterschiede zu sehen habe ich mich dafür entschieden meine Ausbildung nicht in Mittelfranken zu machen, sondern über den „Tellerrand hinauszuschauen“ und mir einen Ausbildungsbetrieb weiter weg zu suchen.

 

Typical winter meal

There are two in my mind

  • `Schlachtschüssel with Kraut´
  • `Bregenwürstchen with Grünkohl (kale)´

I know `Schlachtschüssel´ from home: butcher shop Böbel and I got to know `Bregenwürstchen´ at the butcher shop Scheller in Hannover.

Every region has typical dishes for several seasons – which ones do you know?

What is `Schlachtschüssel´?

  • cooked meat of the head of pig: cheek, snout of pig
  • fresh blood sausage
  • fresh liver sausage

get heat up in broth and eaten with kraut and fresh bread as side dishes.

What are `Bregenwürstchen´

  • fresh/ smoked pork sausage
  • coarse minced
  • filled in pork casing

I decided to serve my apprenticeship in Hannover and not in Franconia to get to learn more about the regional specialities in Hannover.

Anschauen lohnt sich!

Beim Blick auf Facebook heute nach der Arbeit ist mir der Film ins Auge gefallen der in Zusammenarbeit von der Fleischerschule Augsburg und der Informationskampagne Bayerisches Rindfleisch GGA entstanden ist. In diesem Film wird die fachgerechte Zerlegung eines Rindes gezeigt.

Den Film habe ich mir gleich angeschaut. Ich finde es immer spannend zu sehen mit welcher Technik andere auslösen. Man kann sich dabei oft viel abschauen.

Ich kann auf jeden Fall allen empfehlen sich dieses Video anzuschauen – egal ob Azubi, Geselle, Metzgermeister, Koch, Kunde, … – jeder, der mit Fleisch zu tun hat kann davon sicher noch was lernen. Und sei es nur ein anderer Name für ein Teilstück.

Ich persönlich hätte mir für das Video noch gewünscht, dass gezeigt wird, wie Vorderviertel, Lende, Lappen und Keule vom halben Rind abgetrennt werden. Das hätte für mich den Film noch Runder gemacht – aber ich weiß ja wie es geht also halb so wild 😉.

Tipp für alle Azubis: der Film eignet sich hervorragend als Teil der Vorbereitung für die Zwischen-/ Abschlussprüfung. Denn die Teilstücke werden benannt und es wird erzählt, für welche Gerichte sie besonders geeignet sind – eine beliebte Frage die auch gerne in der Prüfung drankommt. Ihr werdet es aber ja auch noch selbst feststellen, wenn es soweit ist.

Den Film könnt Ihr euch hier anschauen – ich wünsche euch viel Spaß dabei.

 

Watch it, it’s worth it!

Today after work, I saw the video from the cooperation of the butcher school in Augsburg and the information campaign Bavarian Beef GGA. This film shows the professional disassembling of beef.

I watched the film straight away. It’s always interesting to see which technic others are using to disassemble. You can learn a lot through watching.

I can recommend you to watch this video – no matter if you are apprentice, master butcher, cook, customer, … everybody who works with meat can learn something. At least different names for the same cut.

In my opinion it’s missing, how to cut the front quarter, back, flank and rump off the half beef – it would make the video complete. But I know how to do it, so not that important 😉

My tip for the apprentices: watch this video, it’s a great preparation for your exams, because all cuts are shown and you get told what to use them for– and that’s a common question in the exam. But you’ll see sooner or later.

Watch this film here – have fun.

Was gibt’s neues?

Seit gestern bin ich wieder in meinem Ausbildungsbetrieb – der Fleischerei Scheller in Hannover. Ich finde es immer total spannend zu erfahren was sich in der Zeit verändert hat, in der ich nicht im Betrieb war. Ganz so viel Zeit ist diesmal zwar nicht vergangen, aber Veränderungen gab es trotzdem. Anfang Oktober hat nämlich ein weiterer Azubi seine Lehre dort begonnen.

Ich erinnere mich noch gut daran zurück, wie schwer es für mich am Anfang war, mir zu merken, wo ich entlang schneiden muss. Sieht einfach alles gleich aus, wenn man sich noch nicht so auskennt. Und mittlerweile weiß ich genau, wie man den Deckel bei der Kugel entfernt oder das Fleisch sortiert. Beim Entfernen der Sehnen aus der Schulter habe ich aber immer noch meine Probleme – so viele Sehnen und dann genau wissen, wo die entlang laufen ist für mich hohe Kunst. Das wird aber sicher auch noch werden.

Die Produkte, die hergestellt werden haben sich nicht verändert. Klar gibt es die Jahreszeit typischen Produkte: Bregenwürstchen und Knappwurst im Gegensatz zum Sommer, doch diese kenne ich schon von den letzten 2 Jahren. Mal schauen welche Aufgaben in den nächsten Tagen noch auf mich warten. Morgen darf ich Maultaschen machen, darauf freue ich mich schon.

 

What’s the news?

I am in Hannover since yesterday to work at the butcher shop Scheller, where I serve my apprenticeship. It’s every time exciting to see what changed during the time I haven’t been there. Well, it hasn’t been much time, which I have been away. But there are changes. They have a new apprentice since beginning of October.

I remember very well how complicated it was for me at the beginning to memorize where to cut and where not to. It looks so similar, if you don’t know the different cuts, yet. By now, i know exactly how to part the meat pieces and how to sort the small meat pieces. To cut all the tendons out of the shoulder and to know where to find them is still a problem for me – that’s high art in my opinion. I am going to learn that through practise, that I know for sure. The products they produce didn’t change. Sure, they produce typical seasonal products, like `Bregenwürstchen´ and `Knappwurst´ now, but I learned how to produce these products already two years ago. Let’s see which tasks I get during this week. I am producing `Maultaschen´ (Swabian raviolis) tomorrow, that’s the only plan I know yet.

So lernt man die Umgebung kennen

Jetzt vor Weihnachten gibt es ganz viele WurstTaxi-Bestellungen. Und diese zu liefern ist mein Job. Viele der Kunden kenne ich noch nicht und dann heißt es erstmal nach Navi fahren und das richtige Haus suchen. Mit dem Haus finden ist es aber nicht getan, die Parkplatzsuche ist momentan weitaus schwieriger, da viele Leute Zuhause sind – jetzt verstehe ich auf jeden Fall die Postboten die das Auto einfach schnell stehen lassen. Meist sind die kleinen Gassen schon so zugeparkt, dass es unmöglich ist dort einen Parkplatz zu finden.

Heute hatte ich viele neue Stationen, teilweise in Gegenden die ich gar nicht kenne. Ohne Navi wäre ich definitiv verloren. Ich bin mir nicht mal sicher ob ich von manchen Orten überhaupt nach Hause gefunden hätte, wenn die Technik versagt hätte – mit meinem Orientierungssinn wahrscheinlich nicht.

Aber durch das viele Lieferungen ausfahren zur Zeit wird die Orientierung auf jeden Fall stetig ein kleines bisschen besser – zwar nicht viel aber immerhin.

Morgen Nachmittag geht’s gleich weiter, damit alle ihre Weihnachtsbestellung rechtzeitig bekommen.

 

Like this I get to know the region

We have lots of deliveries by WurstTaxi at the moment. That’s my job. Many of the customers I don’t know yet, therefore I need the navigation system and have to find the right house. As soon as I found the house I need a parking space, it’s very hard to find one at the moment, because many people are at home – well, I understand now the postman, who just gets out of the car and delivers the package. In the narrow streets are already so many cars parked that is difficult to find a free space.

I had various new stops today, sometimes in regions I have never been before: I am sure, I would be lost without navigation. I don’t know if I would find the way home without navigation from some of those places – gladfully the technic worked, because I have no sense of orientation.

But it gets better every time through all those deliveries – only a little bit, but at least that.

The training goes on tomorrow afternoon, so everybody has the Christmas order.

Was erwartet mich?

Nach drei Monaten Studium geht es für mich in zwei Wochen mal wieder nach Hannover in meinen Ausbildungsbetrieb: Fleischerei Scheller.

Der Zug für die Fahrt ist schon lange gebucht. Ich bin gespannt, ob der Zug so leer ist wie beim Ersten Lockdown. Zeitweise bin ich da komplett allein im Wagon gewesen. Mal schauen, ob das wieder so wird.

Was hat sich auf der Arbeit verändert? Das werde ich dann sicher auch herausfinden. Auf jeden Fall habe ich einen neuen Kollegen, mit dem ich bis jetzt noch nicht zusammengearbeitet habe – das ist das einzige was ich weiß. Und arbeiten unter Corona-Maßnahmen wird sicher auch anders sein als bisher. Wie genau weiß ich auch noch nicht. Es ist ja aber auch noch Zeit und spätestens am ersten Arbeitstag werde ich das dann feststellen.

In den ganzen Tagesabläufen oder von den Produkten her hat sich bestimmt auch wieder einiges verändert. War bis jetzt immer so und das macht es auch spannend.

 

What can I expect?

I am going to work in two weeks at the butcher shop Scheller, after three months of studying.

I booked my train ticket already some time ago. I am curious if the train is as empty as it was at the first lockdown. There I had one wagon for me alone. Let’s see if it’s this time the same.

What changed at work? I will find out for sure. They have a new employee at the butcher shop, I have never worked with – that’s the only thing I know. Working will be different due to the Corona rules. But I don’t know in which way different.

It’s still time to find that out and at the latest I am going to find that out at my first day of work.

I guess the daily routines changed as well and there will be some new products, at least it was like this the last times.

So lerne ich

Wie lernt man am Besten? Gute Frage, nächste Frage – das kommt immer darauf an, ob man eher leicht oder schwer lernt.

Meine Schritte sind  folgende:

  • Schritt 1: Skripte in knappen Stichpunkten zusammenfassen, da ich mit den Skripten einfach nicht lernen kann – entweder steht dort nur Fließtext oder es sind sehr viele Beispiele eingestreut. Beispiele sind keineswegs schlecht aber ein Beispiel reicht in der Zusammenfassung und falls man mehr braucht kann man nochmal im Skript nachlesen.
  • Schritt 2: Notizen aus den Vorlesungen in die Zusammenfassung einarbeiten
  • Schritt 3: bei Verständnisproblemen in Büchern nachlesen und den betreffenden Abschnitt aus dem Buch zusammenfassen und an betreffender Stelle in der Zusammenfassung einfügen
  • Schritt 4: das Beispielfragen-Dokument der Dozenten beantworten und einen eigenen „Fragenkatalog“ zusammenstellen – bei Dozenten die keine Fragen direkt zur Verfügung stellen, die in der Vorlesung gestellten Fragen notieren und beantworten
  • Schritt 5: von den Dozenten häufig angesprochene Themen in der Zusammenfassung und die zugehörigen Fragen markieren
  • Schritt 6: Zusammenfassungen und Fragenkataloge lernen – ich lese meist nur die Überschrift oder Frage und sage dann laut vor mich hin was ich dazu weiß und erst dann lese ich die richtige Antwort
  • Schritt 7: Themen die man sich schwer merken kann noch einmal handschriftlich aufschreiben – meist überlege ich mir dann dazu Eselsbrücken oder fertige eine kleine Zeichnung/ Mindmap an
  • Schritt 8: sich selbst regelmäßig Abfragen oder sich von jemandem Abfragen lassen und dann zwei Stapel bilden – ein Stapel mit Dingen die man kann und den anderen mit Dingen, die man nicht kann
  • Schritt 9: Themen die man nicht kann verstärkt lernen und die anderen nur noch durchs durchlesen festigen
  • Schritt 10: alles am Abend vor der Prüfung oder am Tag der Prüfung nochmal durchlesen
  • Schritt 11: erfolgreiche Prüfung ablegen

Jetzt kennt Ihr das System mit dem ich am Besten lernen kann. Ich kümmer mich dann jetzt mal weiter um meine Zusammenfassungen, sonst werden die bis Weihnachten nie mehr fertig und lernen sollte ich vielleicht auch mal – in 2 Wochen ist schließlich schon die erste Prüfung…

 

That’s how I am learning

What’s the best way to learn? Good question, but there is no answer which is absolutely right – because learning is not for everybody ease. Some students need more time than others.

My steps are the following:

  • step 1: summing up all the scripts in key points, because I am not able to learn with the script – there is either a running text on them or to many examples between the important things. Not to understand me wrong, examples are good, but in a summary is one enough and if more are needed you can just look them up in the script.
  • step 2: adding notes of the lectures to my summary
  • step 3: looking things up in a book and taking notes, if I don’t understand them
  • step 4: answering the sample questions document of the lecturers and preparing a ‘questionnaire’ – if lecturers don’t give sample questions directly in a document, note down the questions they ask in the lectures and answer them
  • step 5: highlight the themes and questions which the lectures tell you multiple times
  • step 6: learning the summary and questions – my way is to read the title or questions and speak out loud what I know, than I read the correct answer
  • step 7: making notes by hand on a paper to themes, which are hard to understand – and create mnemonics or a drawing/ mind map
  • step 8: repeating everything by yourself or with somebody who asks you questions and you have to answer them – build two stacks, one with things you know and one with things you have to repeat more often
  • step 9: learn the things you don’t know yet and just read the things you know
  • step 10: read everything through the day before or at the day of the exam
  • step 11: writing a successful examination

Now you know my favourite system to learn. I go on with writing summaries now, otherwise they won’t be ready by Christmas and probably I should start learning as well – because I have only two weeks left until my first exam…

 

Schneeflöckchen

Endlich wieder Schnee 😊. Als ich heute früh meinen Vater das Wort „Schnee“ sagen gehört habe war ich auf einmal ganz schnell wach. Ich bin mir sicher, dass ich sonst nicht so schnell aufgestanden wäre. Manchmal brauchts halt einfach nur die richtige Motivation zum Aufstehen.

Schneeräumen stand eigentlich auf dem Plan – daraus wurde ganz schnell Schneemann bauen. Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, der Schneemann macht sich gut neben der Ladentüre. Und viel Bewunderung hat er auch schon erhalten.

Nach dem Spaß war dann auch noch das Schneeräumen dran – ganz schön anstrengend bei so viel Fläche. Meine Schwester und ich waren damit, aber auch relativ zügig fertig. Gerade noch rechtzeitig zum heißen Fleischkäse aus dem Ofen – das Beste Frühstück überhaupt.

 

Snowflakes

Finally snow again 😊. I heard my father saying the word „snow“ today in the morning and was awake straight away. I am sure I wouldn’t get up otherwise that fast. Seems like the right motivation was missing.

Clearing the snow was the plan – but first I had to build a snowman. It was worth it, the snowman next to the shop door looks great. It got infinite admiration as well.

After all the fun the snow had to be cleared – exhausting with such a big area. Nevertheless my sister and I were fast. Just in time for the best breakfast – hot ‚Fleischkäse‘ out of the oven.

Gesichter der HSWT

In einer Mail von der Hochschule wurden alle Studenten dazu angehalten ein Portrait von sich zu verfassen. Eine Auswahl der Portraits soll auf dem offiziellen Instagram-Kanal: hswt. de erscheinen. Diese Serie soll am 1. Dezember beginnen.

Im Folgenden mein Beitrag:

Ich heiße Julia Böbel und studiere mittlerweile im dritten Semester Lebensmittelmanagement dual. Die theoretischen Inhalte der Vorlesungen ergänzen sich optimal mit den praktischen Ausbildungsinhalten der Metzgerlehre im Betrieb. Bereits in den ersten Semestern wird beispielsweise auf die Anatomie der Tiere, die Tierhaltung und die Fütterung eingegangen. Dieses Wissen ist für meine Berufsausbildung wichtig, da Haltung und Fütterung Auswirkungen auf die Qualität des Fleisches haben. Das Studium ist somit eine Vertiefung des erlernten Wissens in der Berufsschule und hilft die Hintergründe der einzelnen Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse in der Lebensmittelproduktion besser nachzuvollziehen.

Für mich ist die HSWT eine große Familie. Wenn man Hilfe benötigt kann man sich jederzeit an die Studenten aus den höheren Semestern oder die Dozenten wenden. Ich schätze den hohen Praxisanteil an der HSWT. Durch diesen kann man sich das theoretisch vermittelte Wissen besser merken. Mein Lieblingsfleck am Campus Triesdorf ist die Mensateria. Diese ist einer der Mittelpunkte der Hochschule. Dort kommt man immer mit anderen Studierenden ins Gespräch.

Ich wünsche mir vom nächsten Semester, dass die Vorlesungen wieder direkt an der Hochschule stattfinden können – denn ganz ohne Lerngruppen und den Austausch mit den Kommilitonen fehlt einfach ein bedeutender Teil des Studentenlebens.

Wer mehr über mein Studium und meine Ausbildung wissen möchte kann gerne meinen Blog www.wurstjuly.de besuchen.

 

Faces of the HSWT

All students oft he HSWT (my university) got an email with the request to write a portrait about themselves. A selection of those portraits is going to be shared at the official Instagram-Account: hswt.de. This series is going to start at first of December.

That’s my portrait:

My name is Julia Böbel and I am studying food management dual in the third semester. The theoretical contents of the lectures complement the practical contents of my apprenticeship to be a butcher perfectly. Anatomy of animals, animal husbandry and feeding is already part of the first semesters. This knowledge is very important for my apprenticeship, because husbandry and feeding have an impact on the meat quality. Therefore my course of study deepens my gained skills of butcher school and helps to comprehend the background of the production and processing processes in the food industry.

The HSWT is a big family for me. If you need help, You can ask students of advanced semesters or the professor. I value the high practical part at the HSWT. It makes easier to memorize the theoretical learnt stuff. My favourite place at the campus Triesdorf is the canteen. This is one of the social hubs at the university. You are starting there for sure a conversation with other students.

My wish for the next semester is to have lectures at university again – because there is missing a part of student life without the exchange with other students and having learning groups.

You want to know more about my studies and my apprenticeship, just have a sight at my blog www.wurstjuly.de.

Handelsklassenrecht live

In diesem Semester habe ich Vorlesungen über das Handelsklassenrecht. Diese Vorlesung ist vor allem im Hinblick auf meine Ausbildung zur Metzgerin sehr sinnvoll. Man schneidet das Thema zwar in der Berufsschule mal an, aber so ausführlich wird es dort nicht behandelt. Ich finde es durchaus wichtig auch zu Erfahren was bei der Handelsklasseneinteilung zu beachten ist – Tabellen auswendig lernen kann jeder, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das so gelernte schnell wieder vergessen ist. Weiß man aber über die Hintergründe über die Einteilung in die Fleischigkeitsklassen und Fettgewebeklassen kann man sich das alles einfacher merken.

Die Einteilung wird anhand des Schlachtkörpers vorgenommen – aber was bezeichnet man mit dem Begriff „Schlachtkörper“ überhaupt? Was gehört dazu und was nicht?

Des Weiteren haben wir uns angeschaut wie man bei der Einteilung in die Handelsklasse vorgeht. Die Profile der wesentlichen Teile: Keule, Rücken, Schulter spielen für die Einteilung in die Fleischigkeitsklasse eine Rolle. Für die Einteilung in die Fettgewebeklasse betrachtet man die Dicke der Fettschicht auf der Außenseite des Schlachtkörpers und auf der Innenseite der Brusthöhle.

Insgesamt betrachtet man drei Komponenten

  • Kategorie (Geschlecht, Alter, kastriert/ nicht kastriert, …)
  • Profile (Keule, Rücken, Schulter) àFleischigkeitsklasse
  • Fettgewebeklasse

Die Einstufung und Kennzeichnung hat am Schlachthof zu erfolgen. In der Vorlesung haben wir dann auch besprochen in welcher Form: Stempel, Etikett die Kennzeichnung stattfinden kann und welche Vorschriften es dafür gibt. Auf die Befreiungen der Klassifizierungspflicht sind wir auch weiter eingegangen.

Ich bin mir sicher, dass wir in dieser Tiefe das Thema nie in der Berufsschule behandelt hätten – ich bin aber froh, dass wir im Studium so tief darauf eingehen. Einige meiner Mitstudenten, die sich mehr für den pflanzlichen Schwerpunkt interessieren finden das zwar nicht so toll, doch es war vorher klar, dass der Studiengang bis zum vierten Semester beide Schwerpunkte thematisiert. Ab nächstem Semester trennen sich dann die Wege in tierischen und pflanzlichen Schwerpunkt.

Auf jeden Fall zeigt sich auch wieder in der Vorlesung Handelsklassenrecht, dass die Ausbildung eine wichtige Ergänzung zum Studium ist. Dadurch habe ich nämlich einen Wissensvorsprung was die Praxis betrifft – Begriffe wie Keule, Pistole, Vorderviertel, Hinterviertel und viele mehr sind mir nicht neu. Viele meiner Mitstudenten ohne praktischen Hintergrund haben damit durchaus Probleme.

Das Studium macht auf jeden Fall dual oder nach einer bereits abgeschlossenen Ausbildung im Bereich Lebensmittel mehr Sinn und die Thematiken sind einfacher nachzuvollziehen.

 

Commercial grade classification live

I have got lessons about commercial grade classification at university this semester. Those lessons are very interesting for me, especially because I am serving an apprenticeship to be a butcher. We had this theme at butcher school as well, but we didn’t speak about it in detail. But in my opinion it is very important to know, what you need to take care of if you want to assign the carcasses in commercial grades – learning charts by heart can be done by everybody, but I know from my own personal experience, how fast you forget everything you learnt.

If you know about the background of classification in the class of conformation and fat cover it’s easier to remember.

The carcass is used for classification – but what does the term „carcass“ include and what not?

Furthermore we were talking about the process of the grade classification. The profiles of the significant parts: leg, back and shoulder are very important for the classification in the class of conformation. For the classification of the fat cover the amount of fat on the outside and inside of the carcass is decisive.

In general matter the following three components:

  • category (gender, age, neutered/ not neutered, …)
  • profile (leg, back, shoulder) àclass of conformation
  • fat cover

The classification has to take place in the abattoir. We were talking about the way of classification as well in the lesson. It can be done by a stamp or a label – there are legal provisions for both, which our professor explains us precisely. Exceptions of the classification duty exist as well.

I am sure we are never going to talk about this theme so detailed at butcher school – but I am happy I know more about it now, thanks to my studies. Well, some of my fellow students, which are more interested in plants think this theme is not important at all – but it was clear that this course of study includes both thematic focuses until forth semester. Already next semester the paths of animal and plant focus are separating.

This lesson shows again how important my apprenticeship is, as practical supplement to my studies. I have got because of my apprenticeship additional Know-How – terms like leg, forequarter, hindquarter and some more are nothing new for me. Some of the other students have problems with these terms and don’t know what’s meant.

To study food management makes more sense in addition with an apprenticeship or after an apprenticeship in the food business – the different themes are easier to understand like this.