Dünnschicht Chromatografie

Neben den Anatomie Praktika hatte ich an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auch Praktika in Chemie. Am letzten Praktikumstag haben wir dort die Dünnschicht Chromatografie durchgeführt. Dieses Nachweisverfahren war für mich am interessantesten, da es sich dabei um einen Nachweis von Farbstoffen oder Konservierungsstoffen in Lebensmitteln handelt.

Für diesen Nachweis der Farbstoffe stellt man erst eine verdünnte Lösung der Probe her, indem man sie mit destilliertem Wasser verdünnt. Diese Lösung versetzt man dann mit Weinsäure, um einen sauren pH-Wert zu erreichen. Anschließend gibt man einen entfetteten Wollfaden hinzu und erwärmt die Lösung, dabei bindet der Farbstoff an den Faden. Um den Farbstoff von dort wieder zu lösen gibt den Wollfaden in ein separates Becherglas, fügt Ammoniak hinzu und kocht die Lösung auf. Im nächsten Schritt reduziert man die Farbstofflösung auf wenige Milliliter.

Die Probentrennung erfolgt dann durch die Dünnschicht Chromatografie. Dafür gibt man die Probe und das Testfarbstoffgemisch auf eine Chromatografie Platte. Nun stellt man diese in einen verschlossenen Behälter mit dem Fließmittel. Durch den Kapillareffekt fließt das Fließmittel nach oben und die Probe wird aufgetrennt. Anhand der Farbe und wie weit die Probe nach oben gelaufen ist, kann man dann erkennen um welchen Farbstoff es sich handelt. Beziehungsweise kann man zur Auswertung dann auch noch den Retentionsfaktor berechnen.

Den Verdacht auf einen Farbstoff kann man nochmals absichern, indem man die Probe und den Verdachtsfarbstoff auf eine Stelle auf einer weiteren Chromatografie Platte tropft. Hat man am Ende des durchgeführten Versuchs nur einen Punkt auf der Platte, hat sich der Verdacht bestätigt.

Auf dem Bild könnt ihr Sehen wie so eine Chromatografie Platte aussieht. Auf der linken Seite befindet sich die Probe und rechts das Testfarbstoffgemisch. Die Platte stammt vom Nachweis des blauen Farbstoffs E133 in einem Getränk.

 

 

Thin-layer Chromatography

 

I had a practical course in chemistry as well, besides the anatomy practical course at the university of Weihenstephan-Triesdorf. We did the thin-layer chromatography at the last day of this course. It’s a detection method for artificial colouring and preservatives in foods. That’s why this course was very interesting for me.

The first step was to dilute the sample with distilled water. After this we had to add acid to get a lower the pH level. We were heating the mixture with a degreased wool thread in it up now. During this process the colouring binds at the wool thread. To get the colouring off the thread again, you put it in a separate beaker and add ammoniac. Heating this mixture up again and reduce the fluid to a few millilitres are the next steps.

The sample gets separated through thin-layer chromatography now. For this you put a little bit of the sample and of a test colouring mix at a chromatography sheet. This sheet you give now in a box with a flow substance in it. The flow substance is rising through capillary action and separates in this way the sample. After this process is over the sample can be identified by its colour and the distance it moved at the sheet. Or the retention factor can be calculated.

The suspicion can be confirmed by doing another test. This time you put the sample and the colour, you think it is on the same point at the chromatography sheet. The suspicion was right if you have at the end of the chemical trial still one point.

You can see at the picture how a chromatography sheet looks like. At the left side is the sample and on the right the test colouring mix. The sheet is from the detection of the blue colouring E133 in a drink.

 

Entwicklung eines Hühnerei’s

Es wird einmal ein Frühstücksei – hier ein paar Gedanken dazu:

Wo kommts eigentlich her?

Aus dem Huhn?

Wie?

Interessant?

Eklig?

Wie entsteht`s?

Spiegelei oder doch lieber Rührei?

Habe das Bild gerade eben auf meinem Handy entdeckt. Das habe ich letzte Woche im Anatomie-Praktikum an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gemacht.

Einfach cool, wie sich der Eidotter von so einer Mini-Kugel entwickelt.

Konnte mir nie so richtig vorstellen, wie so ein Ei entsteht oder wie das aussieht, aber Dank dem Praktikum hab ich’s jetzt einmal gesehen.

Development of a hen’s egg

It’s going to be a breakfast egg – some thoughts to it:

Where is it coming from?

From the chicken?

How?

Interesting?

Disgusting?

How does it develop?

Mirror or scrambled egg?

I found this picture on my phone. I took it at the anatomy practical course at the university of Weihenstephan-Triesdorf last week.

Great, how the egg yolk develops out of a small ball.

I couldn’t imagine before, how an egg grows or how it looks like, but thanks to the practical course I know it now.

Anatomie-Praktikum: Geflügel

Heute hatte ich an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mein letztes Anatomie Praktikum. Diesmal haben wir uns das Geflügel näher angeschaut. Die Hähne waren bereits gerupft, die Hennen haben wir aber erst noch gebrüht und gerupft.

Bestandteil des Praktikums war es diesmal auch das Gesamtgewicht mit Federn, das Gewicht des gerupften Huhnes, des Muskelmagens, der Leber, des Herzens, der Brustmuskeln und Schenkeln zu ermitteln. Sowie danach den prozentualen Anteil dieser Teile am Körpergewicht auszurechnen. Das kommt mir schon sehr bekannt vor, andere Berechnungen führt man ja in der Berufsschule fast auch nicht durch.

Mit dem Präparieren in Zweiergruppen gings dann weiter. Dabei hatte meine Gruppe, die Henne und die Gruppe am Nebentisch den Hahn, damit wir die Unterschiede sehen konnten.

Zuerst haben wir die Haut entlang des Brustbeins eingeschnitten und zur rechten und linken Seite hin abgezogen. Damit das Huhn besser liegen blieb, haben wir dann auch noch die Hüftgelenke ausgekugelt.

Die Qualitätsbeurteilung bildete dann den nächsten Schritt. Eine zentrale Frage, die unsere Professorin dabei in den Raum warf ist: „Warum ist das Fleisch der Schenkel dunkler als das Fleisch der beiden Brustmuskeln?“

Das Fleisch der Schenkel ist dunkler, da diese Muskelpartien stärker beansprucht werden als die Brustmuskulatur und demzufolge besser durchblutet werden.

Nach dieser Beurteilung haben wir die beiden Brustmuskel abgetrennt und deren Gewicht bestimmt. Im nächsten Schritt haben wir dann die Rippen durchgeschnitten und den Brustdeckel entfernt. Nun hatten wir freien Blick auf die inneren Organe.

Die Lage der inneren Organe haben wir dann in einer Skizze festgehalten.

Nach der Anfertigung dieser ging es ans Herausnehmen von Herz, Leber und des Verdauungstraktes. Dort sollten wir die zwei Blinddärme bestimmen, da diese in doppelter Ausführung vorhanden sind, was eine Besonderheit beim Huhn darstellt. Eine weitere Besonderheit im Verdauungstrakt ist der Muskelmagen beim Huhn, in diesem Befinden sich kleine Steinchen und er ist mit verhornter Schleimhaut ausgekleidet, was als Reibeplatte dient. Den Muskelmagen haben wir dann auch geöffnet und gewaschen, da dieser auch als Nahrungsmittel vermarktet wird.

Nachdem wir den Magen-Darmkanal herausgenommen hatten, hatten wir freien Blick auf die Lunge. Diese haben wir dann auch entfernt, war gar nicht so einfach, weil sie mit dem Knochenbereich des Körpers verwachsen ist.

Unsere nächste Aufgabe war dann die Geschlechtsbestimmung, da wir ein Huhn hatten, hat man bei uns die Dotterkugel in verschiedenen Wachstumsstufen sehen können. Das Huhn hatte sogar noch ein fertiges Ei mit Schale im Legedarm.

Ein weiterer Schritt war das Präparieren der Nieren, diese liegen beim Geflügel nämlich in knöchernen Vertiefungen.

Als Zusatzaufgabe haben wir dann noch das Auge präpariert.

Als letzten Schritt des heutigen Praktikumstages galt es die Schenkel zu entfernen und zu wiegen.

War auf jeden Fall wieder ein interessanter Praktikumstag, muss man einfach mal gesehen haben, um sich die Zusammenhänge vorstellen zu können.

 

Auf dem Bild:

1 Muskelmagen (gereinigt)

2 Herz

3 Lunge mit Luftröhre

4 Auge

5 Nieren

 

Anatomy-Practical course: Poultry

 

I have had my last Anatomy-Practical course at the university of Weihenstephan-Triesdorf today. The theme of the course was poultry, this time. The rooster was already without feathers, the hen had to be plucked first.

It was part of the course this time to note down the weight of the chicken with feathers, without feathers, of the gizzard, liver, heart, the breasts and the legs. After this we had to calculate the percentage of those parts on the total weight. It was a very familiar exercise for me, because this type of calculation is more or less the only one you are doing at vocational school.

We went on in teams of two, to prepare the poultry. My team had a hen and the team at the table right next to us had a rooster, so we could see the differences.

The first step was to peel the skin of the chicken breasts and dislocate the hip joints, because the chicken is not staying in the right position on the back without doing this.

Next step was the quality assessment. The central question of our professor for this was: „Why has the meat of the legs an other colour/ darker colour as the meat of the breasts?“.

That’s because the muscles of the legs are used more than the muscles of the breasts, which means there has to be more blood in the legs.

We boned the breast muscles after and determined their weight. In the following we have been cutting through the ribs to take the chest cover off. Now we could see all inner organs. To remember their position, we were drawing a sketch of all inner organs on paper.

Taking heart, liver and digestive tract out were the next steps. Of this we had to separate the appendix, the poultry has it twice, which is a difference to the other animals, which we already prepared. Another specialty is the gizzard. We took it out, opened and washed it because it’s used as aliment.

After separating the digestive tract of the hen, we could see the lung, which we removed too. It was not very easy without destroying it, because it’s grown together with the bone area.

The next task was to determine the gender. Since we had a hen, we were able to see the yolk-balls in different stages of growth. In addition, we could find a ready grown egg with shell in the oviduct.

The kidneys are hidden in osseous indentations, which is special at the poultry too. As addition we prepared the eye as well.

Our last cut of this course was to separate the legs, of the body and weigh them.

It was definitely an other interesting course, you have to make it once, to be able to understand how everything is connected.

 

At the picture:

1 gizzard (cleaned)

2 heart

3 lung with trachea

4 eye

5 kidneys

Glücksschwein in der Tropfsteinhöhle

Einigen von euch ist ja bekannt, dass mein Vater Schweine sammelt. Da er aber schon sehr sehr viele hat ist es immer schwierig neue zu finden, die er noch nicht hat. Deswegen bin ich meistens kreativ, wenn es um Geschenke für ihn geht.

Auf dem Bild seht ihr eines meiner Werke, das Glücksschwein in der Tropfsteinhöhle mit vielen bunten Farbtropfsteinen.

Dafür habe ich zuerst das Schwein mit dem Regenschirm auf die Leinwand gemalt. Danach dann die bunten Wachsmalkreiden aufgeklebt und mit dem Föhn geschmolzen. Um das Schwein zu schützen habe ich in Form des Regenschirms eine Barriere aus Pappe angeklebt.

War gar nicht so einfach, überhaupt Wachsmalkreiden zu finden die schmelzen, wenn man sie erwärmt und nicht anfangen zu brennen.

Aber letztendlich hat ja alles geklappt und das Bild hängt auch schon an der Wand.

 

Lucky pig in a stalactite cave

 

My father is collecting pigs, I think lots of you know this already. He has already so many, which makes it hard to find some he hasn’t got. That’s why I am creative with presents for him and create them myself.

On this picture you can see my Christmas present for him, a pig in a stalactite cave with lots of colourful stalactites.

At first, I painted the pig with umbrella on the canvas. The next step was to apply the crayons on the canvas and melting them with a hairdryer. To protect the pig, I made a barrier out of paperboard around the umbrella.

It wasn’t easy at all to find crayons, which are melting by heating them, because some started to burn.

Finally, it worked out very well and the picture is hung up on the wall already.

Arbeiten an Weihnachten 2019

Die letzten Tage vor Weihnachten war ich zum Arbeiten in Hannover. Am Ersten Tag gings gleich mit Schweinezerlegen los, also verlernt habe ich es schonmal nicht. Muskelkater habe ich trotzdem bekommen, habe nämlich schon lange nicht mehr 8 halbe Schweine mit der Hand zersägt. Nach der Arbeit bin ich dann über den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt gelaufen und habe dort zufällig ein paar ehemalige Klassenkameraden aus der Berufsschule getroffen.

Mit Zutaten für Schlesische Bratwurst vorbereiten, Gewürze abwiegen für Bratwurst und verpacken gings dann am nächsten Tag weiter. Unseren Koch habe ich dann nach getaner Arbeit in der Produktion auch unterstützt und mit ihm Kartoffelgratin zubereitet und Soßen abgefüllt.

Am Heiligabend habe ich dann wie im Jahr zuvor auch schon die Entenpfannen abgepackt und Blaukraut, ähm ich meinte natürlich Rotkohl abgepackt.

Auch Glühwein erhitzen gehörte zu meinen Aufgaben, da es bei der Fleischerei Scheller Tradition ist, dass die Kunden in der Warteschlange an Weihnachten Glühwein oder Sekt serviert bekommen.

Es war auf jeden Fall mal wieder etwas Abwechslung zu arbeiten und ich bin froh, dass ich mal wieder praktisch etwas machen konnte. Bald geht’s ja dann wieder nach Hannover, aber erstmal muss ich noch mein Berichtsheft für die letzten paar Tage nachschreiben – wenn man das immer gleich machen würde wär’s auch was.

 

Working at Christmas 2019

 

I have been the last days before Christmas in Hannover for work. At the first day in the morning I started with boning pigs, I still know how to do it. Sore muscles I had even though, ´cause I haven’t sawed 8 half pigs for a long time by hand. I visited the Christmas market in the city after work and met there randomly some former classmates from vocational school.

With preparing ingredients for ´Schlesische Bratwurst`, weighing spices for sausages und packing sausages I went on at the next day. After the work in the production was done, I helped our chef to prepare potato gratin and packaged sauce for the Christmas menu.

I filled out trays with cabbage, dumplings, and duck breast and shanks like the year before on Christmas eve.

Heating up wine was one of my jobs too, because it’s tradition at the butcher shop Scheller to serve wine or champagne to people in the waiting line on Christmas.

It was a nice distraction to work, and I am happy I could do something practical instead of studying. I am going back to Hannover soon, but first I have to write my apprentice report about the last days – it would be great if I would manage someday to write it straight away.

Weihnachten rückt näher

Mittwoch früh bin ich aufgestanden, habe meine Sachen für die Uni gepackt und dann als ich in die Küche bin, habe ich eine Überraschung auf dem Tisch entdeckt. Meine Vermieter haben mir dort ein kleines Weihnachtsgeschenk hin gestellt. Habe mich super darüber gefreut. Von mir gab’s im Gegenzug eine Dose mit Plätzchen.

Gestern habe ich auch wieder gebacken. Habe ein tolles Rezept für gefüllte Lebkuchen von einer  Mitstudentin bekommen. Sie ist gelernte Konditormeisterin. Die Lebkuchen sind richtig gut geworden, schmecken wie Gewürzkuchen, nur dass die Marmeladenfüllung darin versteckt ist. Über einen Teil der Lebkuchen darf sich das Team der Fleischerei Scheller freuen. Gerade eben bin ich nämlich auf den Weg nach Hannover, da in den Ferien wieder in meinem Ausbildungsbetrieb arbeite.
Den anderen Teil habe ich Zuhause gelassen, um auch dem Team der Metzgerei Böbel die Weihnachtszeit zu versüßen.
Und meine Vermieterinnen in Hannover bekommen natürlich auch was davon ab, als kleines Weihnachtsgeschenk.

Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit mit viel leckerem Essen und wenig Stress.

Christmas is coming

I got up on Wednesday morning, packed my stuff for university and as I walked into the kitchen I found a surprise on the kitchen table. My lessors placed a Christmas present for me there. I had for them a jar with Christmas cookies.

I have been baking yesterday again.
I made cookies after a recipe I got from a fellow student. She is a master confectioner. The jam filled ginger bread turned out really good. They taste like spice cake, with the difference the jam is completely hidden inside.
A part of the gingerbread is for the team of the butcher shop Scheller. At the moment I am on my way to get to Hannover, because I am working in my holidays there.
The other part I left at home for the team of the butcher shop Böbel, to sweeten their Christmas time too.
And as present for my lessors in Hannover I packed some as well.

I wish you all a great Christmas time with lots of good food and no stress.

Rump of Beef

Gestern ging ein Paket mit Stollen an einen unserer Fleischlieferanten per Post raus.

Als Dankeschön, dafür dass Sie mir das Rump of Beef zuschneiden. Es ist sehr schwierig, diesen Zuschnitt zu bekommen, da sich das Roastbeef ohne Filetkopf schlecht weiter verkaufen lässt.

Zum trainieren für die World Butchers Challenge benötige ich den Zuschnitt jedoch regelmäßig, also Dankeschön an Neckermann.

 

Rump of Beef

I have sent a package to our meat deliverer via post yesterday. To thank them for cutting the Rump of beef. It is very hard to get this cut, because selling the Roastbeef without head of tenderloin is not easy.

But I need it regularly for my trainings for the World Butchers Challenge, so Thank you Neckermann.

Anatomie-Praktikum: Säugetiere 2

Gestern hatte ich in der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wieder Anatomie Praktikum. Diesmal stand das Praktikum unter dem Thema Verdauungs-, Harn- und Geschlechtssystem.

Zu Beginn des Praktikums gibt es durch unsere Professorin erst einmal eine Abfrage-Runde, um zu testen wie gut wir uns vorbereitet haben.

Dann ging es damit weiter, dass wir und die Leber mit Gallenblase angeschaut haben. Als erstes wurde die Gallenblase abgetrennt – ein Glück, dass sie keiner zerstört hat. Die Leber haben wir dann nach ihrer Läppchen Struktur, dem Gewebe und dem Verlauf der Gallengänge genauer betrachtet.

Mit Rinder- und Schweinenieren ging es weiter, jetzt kenne auch endlich ich den Unterschied dazwischen – vor der Anatomie Vorlesung beziehungsweise dem Praktikum waren mir die Unterschiede noch nie so direkt bewusst. Klar von außen unterscheiden sich die beiden Nieren schon deutlich, von innen gibt es aber durchaus auch Unterschiede. Die Rinderniere hat beispielsweise kein Nierenbecken und die Läppchen sind in der Mitte verwachsen. Im Gegensatz dazu hat die Schweineniere ein Nierenbecken und die Rinde ist komplett verschmolzen – daher auch glatt.

Schweinemagen als Hülle für Presssack ist ja ziemlich weit verbreitet, die genauen Unterschiede in der Struktur habe ich mir aber erst gestern angeschaut. Ein ziemlich gutes Beispiel um sich die Drüsenregionen anzuschauen, die man sogar mit bloßem Auge erkennt. Spätestens da haben dann ein paar meiner Mitstudenten den Raum mal kurz verlassen.

In zwei Gruppen eingeteilt haben wir uns dann den Rindermagen, die Rinderleber mit Gallenblase und ein komplettes Darmpaket vom Schwein mit gefüllter Blase.

Besonders faszinierend fand ich die Rindervormägen: den Pansen mit den Zotten, den Netzmagen mit dem Netz und die unterschiedlich großen Blätter beim Blättermagen.

Im Anschluss daran haben wir Rinder- oder Schweineblasen aufgeschnitten um deren Strukturen zu sehen, und wie der Harnleiter in die Blase eintritt.

Beim Geschlechtssystem haben wir das Ovar aufgeschnitten und bestimmt ob es sich um ein Ovar mit Follikel oder Gelbkörper handelt. Des Weiteren haben wir uns Rinder- und Schweinehoden, das männliche Begattungsorgan vom Rind und Schwein, die Eierstöcke, sowie die Gebärmutter vom Rind mit Kalb angeschaut. Die Gebärmutter war noch mit Fruchtwasser gefüllt, und beim Aufschneiden kam ein Kalb im Entwicklungsstadium zum Vorschein. Durchaus interessant das einmal so zu sehen. Den Abschluss des Praktikums bildete dann die Betrachtung des Kuheuters, dafür hatten wir ein laktiertes Euter und ein Euter von einer Jungkuh. Beim Anfassen fiel auf, dass das Euter mit Milch um einiges weicher ist als das Euter der Jungkuh, welches sehr fest war.

Ich freue mich schon auf das nächste Praktikum im Januar, da lernt man nämlich immer einiges dazu. Außerdem ist es wesentlich einfacher sich etwas zu merken, wenn man’s schon einmal gesehen hat.

Und zur Auflösung: Auf dem Bild sind verschiedene Schweinedärme abgebildet.

 

 

Anatomy-Practical course: Mammals 2

I have had an other practical course in anatomy yesterday at my university in Weihenstephan-Triesdorf. The theme was digestive-, urinary- and urogenital system.

At the beginning of the course our professor checks always how good we are prepared, by asking questions.

After this we were inspecting a pork liver with the gall bladder. The first step was to remove the gall bladder – happily nobody destroyed it. We looked at the lobular structure, liver tissues and the way the bile ducts are taking.

Kidneys were next, now even I know the difference between beef and pork kidney. I didn’t notice how big the difference is, before having anatomy lectures or rather practical course.

Sure, the kidneys are different looking from the outside, but there are huge differences in the inside too. The beef kidney doesn’t have a renal pelvis and the lobule grew together in the middle. In contrary the pork kidney has a renal pelvis and the outside is smooth.

Using pork stomach as casing for „Presssack“ (Franconian specialty, similar to blood sausage) is well known, but I have never paid so much attention to the different structures of the stomach. It’s a very good example to examine the gland areas. At the latest by examining this some students left the room for some minutes.

Beef stomach, beef liver with gall bladder and an intestinal unit with filled bladder of pork were shown to us as well. For this we got separated in two groups.

The most fascinating for me were the beef stomachs: rumen with villi, reticulum with the netting structure and the different sized leaves of the omasum.

Subsequent to this we opened a beef and pork bladder to see the structure on the inside and to see where and how the ureter goes in.

At the urogenital system we cut an ovary in the middle to check if it is with follicle or corpus luteum. Furthermore we had beef and pork testicles, the male sexual organ of beef and pork, ovaries and a beef uterus with calf. The uterus was still filled with amniotic fluid as we cut it open and after this step we got so see a calf in the development stage.

The last part of our course was to watch an udder. We had one of a young cattle and one of an older cattle, which had already had a calf. The lactated udder was were soft in comparison to the solid udder of the young cattle.

I am looking forward to the next practical course in January. I learn something new every time there and it is so much easier to remember something, if you saw it in reality and not only in a book.

The answer to my question: The picture shows several pork intestines.

Zerlegen meiner Ersten Rinderkeule

Am Wochenende habe ich meine erste komplette Rinderkeule zerlegt. Nachdem mir mein Vater die richtige Technik gezeigt hat, konnte ich sie sogar allein vom Haken nehmen obwohl die Keule um einiges schwerer war als ich.

Davor habe ich im Zuge des Trainings für die World Butcher’s Challenge in Sacramento nächstes Jahr nur Rump of Beef zerlegt.

Ich habe aber festgestellt, dass es wesentlich einfacher ist den Schwanzknochen auszulösen, wenn man die ganze Keule hat, da das Gegengewicht größer ist. Nach dem auslösen der Knochen, habe ich die ganzen Teilstücke abgetrennt. Danach ging dann das Puzzle-Spiel los: alle Teilstücke mit den Knochen wieder richtig zusammenlegen.

Bis ich wusste wo die einzelnen Teilstücke beim halben Schwein liegen hat mein Vater mich auch dort puzzeln lassen. Ich persönlich finde das sehr sinnvoll, da man sich dadurch nochmal mit den einzelnen Stücken und deren Struktur beschäftigt und sich so deren Lage besser merken kann.

Als letzten Schritt habe ich dann noch alles zugeschnitten, also überschüssiges Fett und Sehnen entfernt.

Auch für’s Studium war das ganze eine sinnvolle Vertiefung, da man das theoretisch in Anatomie gelernte gesehen hat: den Knochenaufbau, die Knochenarten, Knochenhaut, Sehnen, Gelenkflüssigkeit, verschiedene Knorpel u.a. als speziellen davon den Meniskus, …

War für mich also in mehreren Sinnen lehrreich, sowohl als Übung für die Gesellenprüfung, für die Wbc und als Wiederholung der Anatomie Vorlesung.

 

 

Boning of my first hind leg of Beef

 

I boned my first complete hind leg of beef last weekend. My dad showed me the technic to lift it of the hook, so I could do it on my own, even though it was heavier than me.

As training for the world Butcher’s Challenge in Sacramento next year, I have been boning rump of beef only and not the whole leg.

I determined it’s much easier to bone out the tail bone if you have a whole leg because it has more weight. After taking all the bones out I separated all the meat parts. Now I had a huge puzzle in front of me – putting the bones and meat cuts back in the right constellation.

Until I knew where the different cuts of the pig are located, my dad let my put half a pig together too. In my opinion it’s a very good way to remember how all the parts are together, because you examine all parts and think about how it was before taking it all apart. 

The last part was to take the tendons and the fat off the meat cuts.

It was not only training for my final examination or the World Butchers Challenge, but for the anatomy course in university too. It deepened everything I learned there theoretically: bone structure, bone types, periosteum, tendons, synovial liquid, different cartilages e.g. the meniscus.