Gekrönte Koteletts

Heute habe ich diese zwei Kotelettkronen ausgelöst, also sozusagen gekrönt. Diese thronen jetzt zur Reifung – bis zum Verkauf im Reifeschrank im Laden der Fleischerei Scheller.

Dienstags stehen immer Zerlege-/ Auslösearbeiten im Betrieb an, da hat sich noch nichts daran geändert seit ich meine Ausbildung begonnen habe. Bis jetzt habe ich aber dort noch nie Kotelettkronen ausgelöst – mit ein bisschen mehr Übung krieg ich das sicher noch schneller hin, aber ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Immer wieder lerne ich neue Sachen und darf diese auch machen, unter anderem dafür liebe ich meinen Job – #Fleischislife und daran wird sich nie was ändern.

 

Crowned loin of pork

I have been boning out these two crown loins of pork today. To age they are enthroned now in the dry aging chamber in the store of the butcher shop Scheller.

Disassembling and boning pigs is always on the plan on Tuesdays, this didn’t change since I began my apprenticeship at the butcher shop Scheller. But today was the first time for me to bone out crown loins of pork – I am sure it will be faster with some practice, but the outcome looks good in my opinion, even though it was the first time.

I am always learning a lot of new things, among other things that’s why I love my job – #Fleischislife and this will never change.

Anregungen zum Berichtsheft

Im letzten Beitrag habe ich ja bereits erwähnt, dass ich mir auch für den Fleischer-Beruf ein offener gestaltetes Berichtsheft wünschen würde, wie es auch bei den Köchen zu finden ist.

Das Berichtsheft ist so gestaltet, dass man jede Woche einen Bericht über ein Thema seiner Wahl ausformulieren muss, anstatt stur festgelegte Fragen zu beantworten.

Klar, müssen alle Themen einmal behandelt werden und das Berichtsheft ist dafür ein Nachweis, allerdings sind auch alle relevanten Themen einmal in der Berufsschule durchgesprochen worden. In diesem Sinne wäre es durchaus sinnvoll, das Berichtsheft offener zu gestalten und den Auszubildenden frei zu lassen, wann und in welcher Form sie über ein Thema schreiben. Hinzu kommt, dass jeder Ausbildungsbetrieb anders ist und manche Arbeiten dem Auszubilden erst später lernt, als sie im Berichtsheft stehen.

Soweit ich es verstanden habe handelt es sich aber bei dem Ausbildungsnachweis, über den Nachweis der eigenen Ausbildung – aber ich weiß ja nicht, ob die Antworten aus dem Lehrbuch oder Internet abzuschreiben etwas mit lernen zu tun hat.

Ich persönlich war immer der festen Überzeugung vor meiner Ausbildung, dass es gar nicht so schwer sein kann ein Berichtsheft zu führen – tja da habe ich mich wohl getäuscht.

Die täglichen Aufgaben notieren, ist nicht das was ich am Berichtsheft schreiben als nervig empfinde, das sind jeden Tag ein paar Minuten nach der Arbeit. Die gestellten Fragen beantworten ist durchaus nervig, vor allem wenn man das gefragte noch nie gemacht hat und dann auch nicht das richtige Buch zur Hand hat.

Müsste man hingegen jede Woche einen Wochenbericht schreiben, macht man sich am Ende der Woche noch einmal Gedanken über den Verlauf der Woche und das gelernte, was viel effektiver ist und dafür sorgt, dass sich das neu erlernte verfestigt.

Und ob man jetzt per Hand schreiben muss sei mal dahin gestellt, mittlerweile geht so viel digital – ich bin mir sicher, dass das auch funktionieren würde.

Es besteht natürlich die Gefahr, dass einige Antworten oder Tagesaufgaben einfach kopiert und eingefügt werden, aber mit Wochenberichten wäre diese Gefahr auch gebannt.

Durch mein duales Studium, muss ich mein Berichtsheft immer nur dann führen, wenn ich gerade im Betrieb bin – ein digitales Berichtsheft hätte da schon einige Vorteile:

  • Aufgaben/ Notizen können schnell vom Handy/ Laptop aus eingetragen werden
  • die Berichte sind sicher gespeichert
  • das Berichtsheft kann nicht Zuhause vergessen werden
  • mein Chef könnte sich das Berichtsheft jederzeit anschauen, auch wenn ich gerade nicht im Betrieb bin

Gegen das Berichtsheft schreiben habe ich generell nichts, dennoch könnte am Stil langsam schon mal etwas geändert werden – kann ja nicht sein, dass mein Berichtsheft genauso aufgebaut ist, wie das von meinem Vater. An den Ausbildungsinhalten hat sich zwar nicht viel verändert, aber eine Veränderung des Berichtshefts könnte dennoch nicht schaden.

Der Metzgerberuf und die Ausbildung soll ja auch attraktiver werden – nicht zuletzt kann da auch ein Berichtsheft – in welcher Form auch immer – das mehr up to date ist dazu beitragen.

 

Suggestions to the report portfolio

The current report portfolio for butchers should be like the one for apprentices to be a chef, which I mentioned in my last post already. Their report portfolio leaves the writer more choice, about the theme to write, it just has to be a report about the week.

Sure, every theme has to be dealt with once, but that’s what we do at butchers school. So why do I have to write a report about it, especially if there are questions to answer in my report portfolio to jobs I have never done. Every company is different, so they might teach their apprentices various jobs in a different order than required to answer the questions of the report portfolio.

I thought always a report portfolio has to be written to adhere your knowledge about the job and what you learned in the butcher shop you serve your apprenticeship in – but to write the answers off a book or the internet is not learning, you do it just because you have to do it.

To write a report portfolio is easy and fast done, that was my opinion before my apprenticeship – well I guess, that was wrong.

Writing down the daily jobs is not a problem at all, it takes only a few minutes every day, whereas to answer the questions is very annoying – especially if you never did the job before and you don’t have the right book available.

If you have to write a report about your week, you think about what you did in the past days, which helps you to integrate the learning process.

If the report has to be written by hand remains to be seen, but so many things are digital by now – I am sure that’s possible too.

With weekly reports the risk of copy and paste is at a minimum as well, because it is impossible to copy from whole reports without being noticed.

I have to write my report portfolio only when I am working – so it would have many advantages if it’s digital, e.g.:

  • I could take notes on my smartphone/ Laptops
  • the reports are saved properly
  • I can’t forget it at home
  • my boss could have a look at it whenever he wants to, even if I am not at the butcher shop

I am not against writing a report portfolio, but the style of it should be changed – even my dad’s portfolio looks like mine. Well, nothing changed about the tasks I am learning in comparison to my dad – but a change of the portfolio wouldn’t harm.

The apprenticeship to become butcher should become more attractive – a report portfolio which is up to date could help as well.

Rückblick: Erste Ausbildungswoche

Meine erste Woche in der Fleischerei Scheller nach dem Online-Semester ist jetzt auch schon wieder vorbei. Ich kann mich aber noch gut an meine allererste Woche erinnern – im August 2018 habe ich als Teil des dualen Studiums an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf meine Ausbildung zur Metzgerin in der Fleischerei Scheller begonnen.

Damit ich mir auch alles neue Merken kann habe ich mich jeden Nachmittag nach der Arbeit hingesetzt und aufgeschrieben was ich gelernt habe. Das war definitiv sinnvoll, denn ich kann jederzeit nachlesen, wenn ich mir unsicher bin – beziehungsweise habe ich mir angewöhnt alles durchzulesen, um alles aufzufrischen, bevor ich wieder anfange zu arbeiten nach Ende des Semesters.

Folgendes habe ich mir beispielsweise aufgeschrieben:

  • Aufgaben, die jeden Tag anfallen
  • die Programme bei der Räucheranlage
  • wie man die Füllmaschine oder den Fleischwolf zusammensetzt
  • welche Därme wofür verwendet werden
  • Rezepte
  • bei welcher Temperatur und wie lange man die einzelnen Würste brüht
  • einen Ablaufplan zum Schweine Zerlegen – mit Zeichnungen wo geschnitten werden muss, welches Fleischteil wie heißt, was wofür verwendet wird, …
  • die einzelnen Füllungen und Gewürze für die verschiedenen Braten
  • Zusammensetzung der verschiedenen Laken
  • was ich falsch gemacht habe und wie ich es das nächste Mal anders machen muss
  • und vieles mehr

Klar ist das Berichtsheft auch dazu da solche Sachen zu notieren, aber das ist nicht darauf ausgelegt die einzelnen Tätigkeiten in diesem Detail zu beschreiben – die Fragen sind festgelegt und diese gilt es zu beantworten, da bleibt wenig Spielraum für eigene Formulierungen. Kann sein, dass ich eine der wenigen bin, die das stört – aber für jemanden der viel Praktisches auch theoretisch in Form von Ablaufplänen ausarbeitet wäre die Art des Berichtsheftes, wie es beispielsweise die Köche haben besser. In meinem nächsten Beitrag werde ich darauf noch weiter eingehen, was ich damit meine.

Nach über einem Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb mache ich nicht mehr so oft Notizen, aber hin und wieder schon, damit ich mich auch in eineinhalb Jahren noch daran erinnern kann, wenn meine Gesellenprüfung bevorsteht.

 

Review to my first week of my apprenticeship

My first week at the butcher shop Scheller after the online semester 2020 is over already. But I can still remember very well, my first week there – the beginning of my apprenticeship to be a butcher as part of my studies at university of Weihenstephan-Triesdorf was at 1st of August 2018.

To remember everything I learned, I wrote each day a diary about the tasks they thaught me. It is still very useful for me, ´cause I can reread my notes whenever I am unsure about something – and I read those notes every time before I start to work again after a semester of studying, just to brush up my skills.

I wrote down the following for example:

  • the tasks, which have to be done every day
  • the programmes for the cooking and smoking plant
  • how to assembly the filling machine and mincer
  • which sausage skins are needed for which kind of sausage
  • recipes
  • at which temperature and how long the different kinds of sausages have to be cooked
  • the different steps I have to do for disassembling a pig – with sketches at which I marked where I have to cut, how the different meat parts are named and for what they are used, …
  • the fillings and seasonings for the different roasts
  • the composition of the various brines
  • what I did wrong, and how I have to do it next time
  • and a lot more

Sure, that’s the reason why I have to write every week a report about my apprenticeship, but it’s impossible to write everything in detail down in this report booklet like I did – because there are written questions which I have to answer, so there is not much space for own notes.

It might be not many of the other apprentices share this opinion – but for someone who is working out every practical work theoretically it would be better to have a different report booklet, like the apprentices which want to be a chef have. I am going to describe in my next post what I mean with this.

I am working more than a year now at this butcher shop now, that’s why I don’t take notes every day anymore – only if something is new and very important to remember, for my exams in one and a half year.

Stift vs. Messer

Heute vergleiche ich mal mein Lebensmittelmanagement-Studium an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit meiner Ausbildung in der Fleischerei Scheller in Hannover.

Die Vorlesungsunterlagen erarbeiten, Prüfungsfragen beantworten und Übungsaufgaben lösen zählen momentan neben den online-Vorlesungen zu meinen Hauptaufgaben. Wie solls anders sein, ist dabei der Stift eines der wichtigsten Dinge. Die Lösungsansätze aufs Blatt zu schmieren geht einfach manchmal schneller, als die Aufgaben auf dem Laptop zu lösen.

Mit der Hand schreiben hilft mir außerdem schon immer, mir Sachen besser einzuprägen. Mittlerweile tippe ich aber auch viele Zusammenfassungen, da schreiben ewig dauern würde. Zum Lernen von Begriffsdefinitionen sind mir aber immer noch die Karteikarten am liebsten – die müssen natürlich erstmal geschrieben werden.

Das Messer hingegen brauche ich zum Auslösen und Zuschneiden auf der Arbeit. Ich freue mich schon, wenn ich nach der ganzen Theorie endlich wieder mal für ein paar Wochen nur Praxis habe – mal abgesehen von der Berufsschule, aber ob man das als Theorie lernen verstehen kann sei mal dahingestellt. Klar gibt’s in der Ausbildungszeit auch immer was zu Lernen, aber da das meistens mit viel praktischer Arbeit verbunden ist prägt man sich die Schritte durch das ständige Wiederholen ganz einfach ein.

Da stellt sich jetzt die Frage, was mir lieber ist: Messer oder Stift?!

Ich bin der Meinung die Mischung machts, ständig Theorie wär mir zu langweilig und nur Praxis ohne den theoretischen Hintergrund wäre auch nichts für mich. Von dem her habe ich mich mit der Wahl meines dualen Studiums genau richtig entschieden, da ist die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis schon im Studienplan festgelegt. In drei Wochen geht’s dann auch schon nach Hannover.

 

Pen vs Knife

I thought it’s time for another comparison. Today it’s about my studies at university of Weihenstephan-Triesdorf and my apprenticeship at the butcher shop Scheller in Hannover.

To work through the documents I got from university, answer the questions to the documents and try to solve the exercises is my main work at the moment aside of listening to online classes. A pen is one the most important thing in this process. It’s way faster to scribble solutions on paper than using excel sometimes. And as side effect it helps me to remember what I learned. Nevertheless, I am preparing lots of my material at my laptop as well, because it would take too much time to write it all by hand – but for definitions I prefer still having cards.

The knife is the most important thing at work for me. I need it for deboning meat, slicing steaks, cutting stir fry and all other works you can think of for which you need a knife. I am looking forward to having only practical work for some weeks – apart from school, but I am not sure if you can name this theory education. Sure, you have to learn lots of new works during the apprenticeship, but since it’s combined with practical work always it’s easier to memorize.

Well, the question if I like the pen or knife better comes up now?!

In my opinion it’s the combination of theory and practical work, because only one of both choices is boring. The theoretical background I get at university is very good to have a diverse knowledge about food. The switch of university to apprenticeship is determined in my study plan, which is the reason why I made this choice. It’s three weeks from now, until I go off to Hannover to go on with my apprenticeship.

Präsentation meines Studiengangs

Um Werbung für meinen Studiengang: Lebensmittelmanagement dual zu machen hat die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Bilder von uns dualen Studenten im Betrieb benötigt – da helfe ich natürlich gerne. Gerade eben habe ich meine Mail mit den Bildern und Untertiteln abgeschickt.

Die Wahl dieses Studiengangs kombiniert mit der Metzgerlehre war nämlich definitiv die richtige Entscheidung für mich und ich würde sie jederzeit wieder so fällen. Ich hoffe natürlich, dass sich durch die neue Präsentation noch mehr von euch für den Studiengang im dualen Format interessieren. Mir hilft es meistens total wenn ich zu dem theoretisch vermittelten Wissen in der Uni einen Bezug zum Praktischen ziehen kann, das Erleichtert das Lernen ungemein.

 

Presentation of my course of study

My university: university of Weihenstephan-Triesdorf needed pictures of me at work, to make advertisement for the dual version of the food management study course. I sent them a mail with different pictures and subtitles just a few minutes ago.

It was the right decision for me to combine courses at university with an apprenticeship to be a butcher, I would do it like this at any time again. I hope you get interested as well for the dual version of food management because of the new presentation. It helps me a lot to have theoretical and practical experience, learning is much easier if you know what you need it for.

Beste Maultaschen Niedersachsens

Gestern habe ich in der Fleischerei Scheller Maultaschen gemacht. Angefangen damit, dass ich die einzelnen Zutaten abgewogen habe und gegebenenfalls angebraten. Nachdem ich alles vorliegen hatte, habe ich die Füllung mit Hilfe des Kutters vermengt.

Dann hat mir mein Chef erstmal gezeigt, wie man die Maultaschen richtig füllt, damit alle die gleiche Menge an Füllung haben.

Die Masse habe ich schon oft vorbereitet, aber das Füllen war bis gestern eigentlich immer „Chefsache“.

Gleichmäßig auf 5 Bahnen Nudelteig verstreichen, den Teig umschlagen und die Maultaschen portionieren – aber ganz so einfach ist’s nicht, schließlich sollen alle Maultaschen einigermaßen gleich aussehen.

Wie könnte es für eine Fleischerei anders sein, habe ich zum Abteilen den Stahl genommen. Mit dem Nudelrad die abgeteilten Maultaschen noch auseinander geschnitten und gekocht.

Hat total Spaß gemacht mal wieder was Neues zu lernen, da war der eher langweilige Berufsschultag am Tag davor schon fast wieder vergessen.

 

Best Maultaschen of Lower Saxony

 

I have been making Maultaschen (filled pasta squares) at the butcher shop Scheller. I prepared all ingredients, seared them if needed and mixed everything together by using the bowl cutter.

My boss showed me how to fill the Maultaschen right, so they have got all the same amount of filling.

I made the filling lots of times before, but never got to finish the Maultaschen, because it was `a matter of the boss´ until yesterday.

Spreading the filling over 5 sheets of pasta dough, cover the filling and splitting in squares – but it’s not as easy as it sounds like, because the squares should look similar.

I used a sharpening steel for dividing the squares, it couldn’t be more typical for a butcher shop.

And to cut the squares apart I used a pastry wheel. The last step was than to cook the Maultaschen.

I learned something new yesterday and had fun making those pasta squares, hopefully I get to make them more often now – I forgot almost about the really boring day at school the day before, by making them.

Kochschinken-Herstellung

Heute habe ich den Kochschinken in meinem Ausbildungsbetrieb: Fleischerei Scheller in Formen gepresst. Diesen habe ich am Dienstag mit Lake gespritzt und gestern in die Poltermaschine. Da ist mir die Idee gekommen, dass das doch eigentlich ein gutes Thema für meinen heutigen Beitrag wäre.

Welche Schritte laufen für die Kochschinken-Herstellung ab?

  • Schweinekeule auslösen
  • Oberschale, Rolle und Unterschale für den Kochschinken zuschneiden
  • Pökeln: Lake in den Schinken mit einer Nadel injizieren
  • Poltern: beschleunigt die Diffusion der Lake in das Fleischteil (die Poltermaschine funktioniert ähnlich einem Betonmischer – ein Behälter dreht sich um eine waagrechte Achse und wirbelt die Kochschinken umher – dadurch wird die Diffusion beschleunigt)
  • Formen mit Folie auslegen
  • Kochschinken mit Oberschale nach unten in die Form legen
  • Form verschließen
  • Garen
  • evtl. Braten, damit die Schwarte knusprig wird oder Räuchern

 

 

Producing cooked ham

I have been pressing cooked ham in forms at the butcher shop Scheller – that’s where I am serving my apprenticeship – today. I cured the ham on Tuesday and put it in the tumbling machine yesterday. By doing that I got the idea to write my post today about that, because I think it’s a good theme.

Which steps does it take to produce cooked ham?

  • boning the pork shank
  • cutting the ham consisting of top side and silverside with eye of round
  • curing: injecting brine with a needle
  • tumbling: faster diffusion of the brine in the ham (the tumbling machine can be compared to a concrete mixer – a container turns around a horizontal axis and swirls the ham – which fastens the diffusion)
  • lining the form with foil
  • putting the ham in the form with top side down
  • sealing the form
  • cooking
  • possible: roasting, to make the skin crispy or smoking

Arbeiten an Weihnachten 2019

Die letzten Tage vor Weihnachten war ich zum Arbeiten in Hannover. Am Ersten Tag gings gleich mit Schweinezerlegen los, also verlernt habe ich es schonmal nicht. Muskelkater habe ich trotzdem bekommen, habe nämlich schon lange nicht mehr 8 halbe Schweine mit der Hand zersägt. Nach der Arbeit bin ich dann über den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt gelaufen und habe dort zufällig ein paar ehemalige Klassenkameraden aus der Berufsschule getroffen.

Mit Zutaten für Schlesische Bratwurst vorbereiten, Gewürze abwiegen für Bratwurst und verpacken gings dann am nächsten Tag weiter. Unseren Koch habe ich dann nach getaner Arbeit in der Produktion auch unterstützt und mit ihm Kartoffelgratin zubereitet und Soßen abgefüllt.

Am Heiligabend habe ich dann wie im Jahr zuvor auch schon die Entenpfannen abgepackt und Blaukraut, ähm ich meinte natürlich Rotkohl abgepackt.

Auch Glühwein erhitzen gehörte zu meinen Aufgaben, da es bei der Fleischerei Scheller Tradition ist, dass die Kunden in der Warteschlange an Weihnachten Glühwein oder Sekt serviert bekommen.

Es war auf jeden Fall mal wieder etwas Abwechslung zu arbeiten und ich bin froh, dass ich mal wieder praktisch etwas machen konnte. Bald geht’s ja dann wieder nach Hannover, aber erstmal muss ich noch mein Berichtsheft für die letzten paar Tage nachschreiben – wenn man das immer gleich machen würde wär’s auch was.

 

Working at Christmas 2019

 

I have been the last days before Christmas in Hannover for work. At the first day in the morning I started with boning pigs, I still know how to do it. Sore muscles I had even though, ´cause I haven’t sawed 8 half pigs for a long time by hand. I visited the Christmas market in the city after work and met there randomly some former classmates from vocational school.

With preparing ingredients for ´Schlesische Bratwurst`, weighing spices for sausages und packing sausages I went on at the next day. After the work in the production was done, I helped our chef to prepare potato gratin and packaged sauce for the Christmas menu.

I filled out trays with cabbage, dumplings, and duck breast and shanks like the year before on Christmas eve.

Heating up wine was one of my jobs too, because it’s tradition at the butcher shop Scheller to serve wine or champagne to people in the waiting line on Christmas.

It was a nice distraction to work, and I am happy I could do something practical instead of studying. I am going back to Hannover soon, but first I have to write my apprentice report about the last days – it would be great if I would manage someday to write it straight away.

Erstes Ausbildungsjahr

Genau heute vor einem Jahr habe ich meine Ausbildung in der Fleischerei Scheller in Hannover begonnen.

Seitdem habe ich einiges gelernt. Wo die einzelnen Schweinefleischteile genau liegen und wie man das Tier zerlegt war für mich zum Beispiel vorher unbekannt. Mittlerweile geht Zerlegen ohne nachzudenken, wo man schneiden muss.

Aber nicht nur das, sondern viel mehr.

Hier ein paar Dinge, die ich jetzt nach einem Jahr Ausbildung kann:

  • Teile des Fleischwolfes in der Richtigen Reihenfolge einbauen
  • Verwendung der einzelnen Wolfscheiben – welche Scheibe für welche Sorte
  • Kutterbedienung
  • Füllmaschine zusammenbauen
  • Benutzung der verschiedenen Füllrohre
  • Kennenlernen verschiedener Därme: Schaf-, Schwein-, Rind- & Kunstdärme – und deren Verwendung
  • Füllen von Würstchen
  • Würstchen brühen: Temperatur & Dauer
  • Programme der Rauchanlage
  • Zusammensetzung der Wurstsorten & der jeweiligen Gewürzmengen
  • Zutaten für verschiedenste gefüllte Braten

Die optimale Zusammenfassung des letzten Jahres befindet sich in meinem Berichtsheft oder einfach selbst eine Metzgerausbildung machen, dann wisst ihr in spätestens einem Jahr genauso viel wie ich jetzt.

 

First year of my apprenticeship

I have started my apprenticeship at the butcher shop Scheller in Hannover exactly one year ago.

Since then I have learned a lot. For example where the different pork cuts are situated and how or where to cut them apart.

Not only this, but a lot more as well.

Some of the things I know after one year are in the list below:

  • putting the mincer together – order of the different parts
  • using of the different discs for the mincer for the several sausages
  • operating the bowl cutter
  • setting up the filling machine
  • which filling pipe to use for which sausage
  • getting to know the intestines: sheep, pork, beef & artificial – and their using
  • filling of sausages
  • how long & at which temperature to boil the sausages
  • programmes of the smoker
  • ingredients and spices of various sausages
  • filling of roasts

The perfect summary of the last year can be found in my report booklet or you are simply doing a butcher apprenticeship yourself to know as much as I do, at latest in one year.

Mein typischer Donnerstag

Mir ist gerade aufgefallen, als ich überlegt habe über welches Thema ich heute einen Beitrag schreibe, dass ich die Serie mit meinen typischen Tagesabläufen noch nicht beendet habe.

Also mache ich jetzt mal da weiter wo ich aufgehört habe.

Ihr wisst ja bereits wenn ihr die anderen Beiträge gelesen habe, dass den Fleischwolf für Mett zusammenbauen das Erste ist was ich jeden Tag mache.

Wenn ich für den Donnerstag in der Fleischerei Scheller eine Überschrift finden sollte würde ich „Tag der Brühwürstchenherstellung“ wählen, auch wenn bereits einige Vorbereitungen für Freitag beziehungsweise für die Partyserviceaufträge am Wochenende getroffen werden.

 

Und das mache ich:

  • Gewürze, Salz und Phosphat für die Würstchen: Wiener, Bockwürstchen, Knacker,… abwiegen
  • Eis zum kuttern abwiegen
  • Därme in den richtigen Größen in einem Eimer mit lauwarmem Wasser auf den Tisch stellen
  • Füllmaschine zusammenbauen, mit dem passenden Füllrohr für die jeweilige Würstchensorte
  • Würstchen auf den Räucherspieß hängen
  • Spieße in die Rauchanlage hängen
  • Rauchanlage anschalten
  • fertige Würstchen auseinanderschneiden
  • gebrühte Bratwurst auf Spieße zum Brühen hängen
  • gebrühte Bratwurst abkühlen und auseinanderschneiden
  • Leberkäse kuttern
  • gefüllte Braten für Partyserviceaufträge machen
  • Pastrami, Putenaufschnitt, Königsschinken (gepökelt, geräucherter und gekochter Schinken aus der Oberschale mit Pfefferrand) würzen und in der Rauchanlage räuchern
  • Bratwürstchen verpacken
  • Spare Ribs räuchern und marinieren
  • Produktionssraum für Gaumenwerk-Kurse vorbereiten
  • Fleisch mit Gewürzen, Zwiebel und Essig im Kessel garen für Sauerfleisch (vergleichbar mit Sulze)
  • Schinkenspeck einsalzen

An meiner Auflistung sieht man, dass es donnerstags ziemlich vielseitige Arbeitsbereiche gibt. Doch genau das ist es, was das Metzgerhandwerk zum absoluten Traumberuf macht.

So vielseitig und kreativ noch dazu, was will man mehr?!

 

 

My typical Thursday

I thought about a theme to write a post about and saw I didn’t finish the series about my daily routines.

So, I go on now where I stopped.

The first thing I am doing every day is to put the mincer together for minced meat, you know it already if you read the other posts.

Finding a headline for Thursdays at the butcher shop Scheller is very easy, I would choose „Day of producing sausages“, even though we are preparing already a lot for Friday or Caterings on the Weekend.

 

That’s what I am doing:

  • weighing spices, salt and phosphates for the sausages: Wiener, Bockwurst, Knacker,…
  • weighing ice for making sausage meat in the bowl cutter
  • putting the sausage skins in the right calibre in a bucket with lukewarm water on the table
  • assembling the filling machine with the right filling pipe for the sausages
  • hanging the sausages on a skewer for the smoker
  • putting them in the smoker
  • turning the smoker on
  • cutting the ready sausages apart
  • boiling boiled Bratwurst
  • cooling the Bratwurst and cutting them into single pieces
  • making Leberkäse in the bowl cutter
  • filling roasts for Caterings on the weekend
  • spicing and smoking Pastrami, Turkey and top cover (cured, smoked and cooked ham with pepper spicing)
  • packaging sausages
  • smoking and marinating Spare Ribs
  • preparing the production room for sausage classes
  • cooking meat with spices, onions and vinegar for jellied meat
  • salting bacon

 

You can see, I have various working areas on Thursdays. But that’s what’s making butchering to the absolute dream job.

Versatile and creative as well, what do you want more?!