Warum bewirbt sich eine Fränkin als Bayerische Weißwurstkönigin? „Weil ich einfach Bock drauf hab“, so meine Antwort auf die Abschlussfrage des Bewerbungsbogens.
Ob diese Aussage den Ausschlag gab, ist unbekannt. Doch ich wurde zur Weißwurstkönigin gewählt. Die Krönung fand gestern – am 22. Februar, dem Tag der Weißwurst – in der Metzgerei Einsle in Bodenmais statt. 2013 wurde dort die erste Weißwurstkönigin von Roswitha Nötzel und Weißwurstbotschafter Albert Fritz zum Leben erweckt. Ich bin jetzt die 11. Weißwurstkönigin und übe das Amt 2026/27 aus.
Ich selbst bin Metzgermeisterin und leite die Produktion in der elterlichen Metzgerei. Das „MetzgerHANDwerk erlebbar machen“ habe ich mir zum Ziel gesetzt. Deshalb werden jeden Monat zwei Termine für ein Weißwurstfrühstück in Rittersbach angeboten.
Nur Weißwurstessen ist mir zu langweilig. Deshalb habe ich Rund um die Weißwurst ein Event initiiert, bei dem die Teilnehmer selbst Hand anlegen dürfen: Schweine- und Kalbfleisch vorbereiten, Petersilie zupfen, Zwiebeln schneiden, Zitrone reiben, … .
Neben der Präsentation vor Ort informiere ich über handwerklich hergestellte Wurstwaren auf Social-Media.
Außerdem werde ich als 11. Bayerische Weißwurstkönigin Julia I. in den nächsten 12 Monaten bei zahlreichen Veranstaltungen und Festen in ganz Bayern auftreten und das traditionelle MetzgerHANDwerk leben und zeitgemäß repräsentieren.
Foto: Marco Felgenhauer, Bodenmais Tourismus
Bavarian queen from Franconia
Why would a Franconian woman apply to become Bavarian ‘Weißwurst Queen’? ‘Because I feel like it’, was my answer to the final question on the application form.
Whether that statement made the decisive difference is unknown. But I was elected ’11. Bayerische Weißwurstkönigin Julia I.’. The coronation was yesterday – on February 22, ‘Weißwurst Day’ at the butcher shop Einsle in Bodenmais. The first ‘Weißwurst Queen’ was brought to life by Roswitha Nötzel and Albert Fritz in 2013. I am know the 11th ‘Weißwurst Queen’ until 22nd of February next year.
I am a master butcher and manage the production at my parents butcher shop. My goal is ‘to make the butcher craft something people can truly experience’. That’s why I offer two live ‘Weißwurst’ classes every month in Rittersbach.
Only eating ‘Weißwurst’ is too boring. So, I initiated an event centered around ‘Weißwurst’ where participants help me produce sausages: preparing pork and veal, plucking parsley, chopping onions, grating lemon zest, and more.
In addition to presentations at our butcher shop I use social media to inform about handcrafted sausage products.
Furthermore I will appear at numerous events and festivals throughout Bavaria over the next months, living and representing the traditional butcher’s craft in a modern and contemporary way.
picture: Marco Felgenhauer, Bodenmais Tourismus
