Beispielhafte Kalkulation

Anhand einer Bratwurstgehäckdose der Metzgerei Böbel und einem Bratwurstgehäckglas eines anderen Metzgers wird im Folgenden ein Preisvergleich durchgeführt. Der Metzger, der für den Vergleich herangezogen wird, ist mir bekannt. Der Betrieb liegt etwa 50km (gleiche Region) von der Metzgerei Böbel entfernt und hat eine ähnliche Betriebsgröße.

Dazu wird eine vereinfachte Rückwärtskalkulation durchgeführt, unter der Annahme, dass beide Metzgereien einen Gewinnzuschlag von 7,5% auf ihren Herstellpreis verrechnen. Die Füllmenge beträgt bei beidem 200g.

Metzgerei BöbelVergleich
Bruttoverkaufspreis
– Mehrwertsteuer 7%
3,50€
0,25€
2,20€
0,15€
= Nettoverkaufspreis
– Gewinnzuschlag 7,5% (ausgedacht)
3,25€
0,24€
2,05€
0,15€
= Herstellpreis3,01€1,90€

Der Erzeugerpreis für ein Kilo Schweinefleisch der Handelsklasse E beträgt derzeit 1,46€. Das sind 0,29€ pro 200g für ein nicht geschlachtetes und nicht zerlegtes Schwein. Hinzu kommen die Kosten für den Transport, die Schlachtung, Kühlung und Zerlegung. Daraus ergibt sich dann der Einkaufspreis für Schweinefleisch für den Metzger.

Die Materialkosten für Schweinefleisch, Glas/ Dose, Gewürze und Etiketten lassen sich den einzelnen Produkten direkt zurechnen.

Wohingegen Gemeinkosten, wie Versicherungsbeiträge, Reparaturen, Abschreibungen auf Maschinen/ Gebäude, Strom, Wasser, … umgelegt werden müssen. Das heißt man muss die dafür anfallenden Kosten auf alle Produkte, die in der Metzgerei hergestellt werden, aufteilen.

Außerdem entstehen Lohnkosten inklusive der Sozialversicherungsbeiträge. Die Sozialversicherungsbeiträge müssen abgeführt werden. Die Lohnkosten fallen teilweise direkt, für Personal in der Produktion an und indirekt für Personal im Verkauf und der Verwaltung.

Wie kann es sein, dass sich diese ganzen Kosten trotz einer Differenz der Herstellpreise von 1,11€ decken lassen?

Ist es wirtschaftlich einen Herstellpreis von 1,90€ anzusetzen? Wurden alle Kosten betrachtet und einkalkuliert?

Exemplary calculation

I am going to compare the price of a can filled with Bratwurstgehäck (ground pork spiced with pepper, marjoram and allspice) of the butcher shop Böbel to the price of a glass of an other butcher shop. I know the other butcher shop. It´s about 50km (same region) from the butcher shop Böbel to there. And the company size is approximately the same.

Therefore, I made a backward calculation. By assuming both butcher shops used a profit markup of 7.5% for their calculation. The filling amount of the can/ glass is the same – 200g.

Butcher shop Böbelother butcher shop
Gross sales price
– value-added tax 7%
3,50€
0,25€
2,20€
0,15€
= net sales price
– profit markup 7,5% (conceived)
3,25€
0,24€
2,05€
0,15€
= production price3,01€1,90€

The producer price for a kilo pork meat of the commercial category E is currently at 1,46€. So, 0,29€ per 200g for a pig, not slaughtered and disassembled. Costs for transportation, slaughtering, refrigeration an disassembling get added. That`s the purchase price for pork meat for a butcher.

Material costs for meat, can/ glass, spices and labels are allocable costs. Whereas overheads will not be able to allocate to the different products. Overhead costs include insurance premiums, repair costs, depreciation of machines/ buildings, electricity, water, … . Furthermore, wage costs including social security contributions are not to underestimate.

Wage costs accrue direct for employees at the production and indirect for sales employees and administrative employees.

How is it possible to cover the expenses in both butcher shops, due to the difference of the production prices of 1,11€?

Is it economical to set a production price of 1,90€? Are all costs taken into account?

#Fleischislife

Mein Lebensmotto und auch ein passendes Motto für einen Blog bei dem es um Fleisch und Wurst geht, findet ihr nicht?

Der Hashtag ist vor einigen Monaten im Hostel in Irland entstanden. Dort habe ich mich mit einem deutschen Zimmernachbarn über meine Ausbildung und das Studium unterhalten. Auf die Frage wie ich dazu kam ist mir im Verlauf der Unterhaltung „Fleischislife“ rausgerutscht, da mein Deutsch etwas „messed up“ war – kann schon mal passieren wenn man in drei Monaten fast kein Deutsch redet.

 

Fleischislife

My life motto and a perfect motto for my blog about meat and sausage, don’t you think?

I created this hashtag a few months ago in a hostel in Ireland, there I talked with a German about my apprenticeship and university. I got asked the question how I came to it and my answer was “Fleischislife”, because my German was a little bit messed up – I rarely spoke German in those three months.