Praktikumsberichte

Im fünften Semester des Studiengangs Lebensmittelmanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf findet das Praxissemester statt. Vom 1. August 2021 bis 28. Februar 2022 absolviere ich dieses in der Fleischerei Scheller. Die Fleischerei Scheller steht durch das duale Verbundstudium bereits seit Ausbildungsbeginn als Praxisbetrieb fest. Schwerpunkt der Fleischerausbildung und des Praxissemesters sind die Zerlegung der Tierhälften und die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren.

Während des Praxissemesters muss ich wöchentliche Tätigkeitsberichte und Praktikumsberichte verfassen. Da ich ein duales Verbundstudium mache, sind die Tätigkeitsberichte bei mir das Berichtsheft der Fleischerausbildung. Die vier Praxisberichte sind zu den Themen Tierische Erzeugung, Anlagen- und Prozesstechnik, Qualitätssicherung und Ökonomie.

Durch das Schreiben der Praktikumsberichte befasst man sich genauer mit dem Unternehmen und den Prozessen dort.

Inhalte der Praktikumsberichte sind unter anderem:

  • Beschreibung des Betriebs
  • Anforderungen an Rohstoffe
  • Rohstoffbeschaffung- & Lagerung
  • Abfallwirtschaft und Schonung der Ressourcen
  • Verfahrens- und Verpackungstechniken
  • Aufbau und Arbeitsweise der Maschinen
  • Beschreibung der Prozessabläufe
  • betriebliche Qualitätssicherung
  • Hygienemanagement
  • Arbeits- und Umweltschutz
  • Human Resource Management
  • Darstellung des Geschäftsmodells: Aktivitäten, Ressourcen, Angebot, Partner, Kundensegmente- & beziehungen, Einnahmequellen, Kostenstrukturen
  • Auftragsabwicklung

Vorhin habe ich die Praktikumsberichte bei meinem Chef abgegeben. Bin ja mal gespannt was er dazu sagt. Die erste Reaktion war „ich wusste gar nicht, dass man über den Betrieb so viel schreiben kann“.

Practical reports

The fifth semester of my food management studies at university of Weihenstephan-Triesdorf is the practical semester. I absolve my practical semester the butcher shop Scheller from 1st of August 2021 to 28th of February 2022. I chose three years ago serve my apprenticeship at the butcher shop Scheller so I have to spend my practical semester there as well. Focus of my apprenticeship and my practical semester is disassembling meat and producing sausages.

I have to write weekly reports during my practical semester. Those are the same I have to write form a apprenticeship. The four practical reports have the themes animal production, systems engineering, quality assurance and economics.

Through writing those reports you pay attention on how processes are working at the company.

Content of the reports is:

  • description of the company
  • requirements for raw material quality
  • waste management and conservation of resources
  • process and packaging technology
  • construction and operation of machines
  • description of process sequences
  • quality assurance at the company
  • hygiene management
  • occupational safety and environment protection
  • Human Resource Management
  • presentation of the business model: activities, resources, proposition, partnerships, customer segments and relationships, revenue streams, cost structure
  • order processing

I handed my reports over to my boss this afternoon. I am curious what he says about them. The first reaction was `I didn’t know it’s possible to write so much about the company´.

Ist Anlagentechnik langweilig?

Momentan befinde ich mich im Praxissemester. In dieser Zeit muss ich vier Fachberichte schreiben. Einer davon hat das Thema Anlagen- und Prozesstechnik.

Beim Erstellen meiner Gliederung dachte ich, dass vor allem die Anlagentechnik ziemlich langweilig wird. Tja falsch gedacht! Irgendwie ist Anlagentechnik total spannend, jetzt weiß ich endlich mal was die Maschinen tun und welche Technik dahintersteckt.

Der Fleischwolf ist unverzichtbar für die Herstellung aller Produkte. Rohmaterial zum Herstellen von Brühwurst im Kutter wird mit Hilfe des Fleischwolfs vorzerkleinert, Hackfleisch wird hergestellt oder streichfähige und schnittfeste Rohwurst. Deshalb war das zusammenbauen auch das Erste, was ich zu Beginn meiner Ausbildung gelernt habe. Wenn ich die Anweisung bekomme den Fleischwolf im einfachen Satz zusammenzubauen, läuft in meinem Kopf immer ab „Schnecke, Vorschneider, Messer, Lochscheibe, Distanzring“.

Dass die Schnecke das Fleisch nach vorne fördert, das Messer schneidet und die Lochscheibe für die Größe des zerkleinerten Materials verantwortlich ist war mir klar. Aber wie genau das alles funktioniert ist mir erst beim Lesen von Fachbüchern für das Verfassen des Praxisberichts klar geworden.

Unter anderem folgende Fragen werden in meinem Fachbericht beantwortet:

  • Wieso wird das Gewinde der Schnecke zum Schneidsatz hin enger?
  • Womit kann die Erwärmung des Rohmaterials möglichst gering gehalten werden?
  • Welche Schutzvorrichtungen sind am Fleischwolf angebracht?
  • Wieviel Kilogramm Fleisch können pro Minute mit dem Fleischwolf in der Fleischerei Scheller zerkleinert werden?

Ziel der Fachberichte ist es, dass wir uns während des Praxissemester Fachwissen aneignen, denn die Fachberichte müssen quellenbelegt sein. Des Weiteren soll in den Fachberichten auch auf unseren Praxisbetrieb eingegangen werden und die dort vorhandene Ausstattung an Maschinen.

Die Fachberichte nehmen nach der Arbeit zwar sehr viel Zeit in Anspruch – aber ohne wüsste ich jetzt nicht welche Technik hinter den Maschinen steht und warum manche Arbeiten in der Fleischerei Scheller genau so erledigt werden und nicht anders. Die Berichte helfen nachzuvollziehen, was hinter den einzelnen Arbeitsschritten steckt.

Is systems engineering boring?

I am in practical semester at the moment. I have to write four experience reports during this time. One of them has the theme systems engineering.

At first, I wrote a planned arrangement of the report. There I thought systems engineering is going to be really boring. I was wrong! It turned out to be interesting. Now I know what the machines are doing, and which technique is behind.

The mincer is essential for producing all kinds of products. Raw material for producing boiled sausage in the bowl cutter get pre-cut, minced meat is produced with a mincer, or different types of raw sausages. Assembling the mincer was the first thing I learnt at the beginning of my apprenticeship. If I get the instruction now to assemble the mincer, the word order `snail wave, before cut knife, blade, perorated disc, distance ring´ happens in my head.

I knew the snail wave turns around and pushes the meat forward, the blade cuts and the size of the perforated disc is responsible for the size of the minced meat. But I didn’t know how exactly this process works until reading specialist books and writing my experience report.

My report answers inter alia the following questions:

  • Why is the tread of the snail wave getting tighter?
  • How can the warming of the raw material be minimised?
  • Which protective devices has the mincer?
  • How many kilograms of meat can be minced with the mincer of the butcher shop Scheller per minute?

Aim of the experience reports to gain know-how, because they have to refer to references. The reports shall be about the company we are working at, therefore we are forced to think about the procedures.

Even though the experience reports take a lot of time after work, I am glad I have to write them – otherwise I wouldn’t know which technique is behind the machines and why the procedures at the butcher shop Scheller are like this, and not different. The reports help to comprehend all work steps.

Referat

Durch das Online-Studium ist es sogar während des Praxissemesters möglich, Vorlesungen zu besuchen.

Letztes Semester habe ich an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf begonnen Spanisch zu lernen. Anfangs hatte ich Bedenken, dass Sprachen lernen im Online-Semester nicht funktioniert, weil die Kommunikation fehlt. Völlig umsonst!

Die Spanisch-Stunden waren am lehrreichsten von allen. Im Gegensatz zu den anderen Vorlesungen wurde man aufgerufen, um Texte vorzulesen oder kurze Dialoge zu führen. Die meisten Teilnehmer an der Vorlesung hatten sogar die Kamera an.

Das kommt sonst in Online-Vorlesungen eher selten vor. Schwarze Kacheln mit dem Namen sind da der Standard.

Ich habe mir bereits letztes Semester gewünscht, dass Sprachkurse weiterhin online stattfinden. Mein Wunsch ging in Erfüllung.

Referate dienen in Sprachkursen dazu, um die Grammatik, das Vokabular und die Aussprache zu prüfen. In meinem Referat sollte ich meine Kindheit mit meinem jetzigen Leben vergleichen, deswegen ist hinter mir ein Kinderfoto und ein aktuelles Foto zu sehen. Mein Dozent testet damit, wie sicher ich die Vergangenheitsform und das Präsens beherrsche.

Auf dem Bild seht ihr wie Referate im Online-Studium ablaufen. Mit dem Beamer die PowerPoint auf die Leinwand werfen oder ein Plakat gestalten. Sich dann davorstellen oder setzen und das Referat aufnehmen. Die Aufnahme wird dann an die Dozenten geschickt, damit diese das Referat bewerten können.

Ein Glück, dass das Bratwursthotel so gut ausgestattet ist. So kann ich mir den Aufwand sparen ein Plakat zu gestalten.

Presentation

Due to Online-Studies it is possible to take part at lectures during practical semester as well.

I began to take Spanish classes at university of Weihenstephan-Triesdorf last semester. In the beginning, I thought taking language classes online is not working well, because the communication is missing. My doubts were without any reason!

Spanish lessons were the best lectures of all. We were encouraged to read text passages aloud or having short dialogues. Even almost every participant turned the camera on.

That`s rare in other lectures. Seeing black squares with the name written on them is more likely.

In the end of last semester, I wished for language lectures to be online next semester as well. My wish came true.

I have to give presentations in language classes, so my lecturer can check my grammar, my vocabulary and my pronunciation. I had the task to compare my childhood with my live now, because of that you can see a picture of me as a child and an actual picture. The aim of my lecturer is to check how confident I use past and present.

At the picture you can see, how presentations take part during Online-Studies. You use a projector to project the PowerPoint onto the canvas or you create a poster. After you take place in front and film your presentation. Now, you send the record to the lecturer, so he can value it.

Gratefully the Bratwursthotel has a projector and canvas. It safes me time, because I don’t have to create a poster.

Wo ist das für’s Fleischerhandwerk?

Ab Oktober 2022 gibt es den Studiengang „B. A. Business Management“ mit dem Schwerpunkt „Bäckereimanagement“. Der Studiengang ist darauf ausgelegt, dass Bäckermeister diesen berufsbegleitend studieren können. Vorlesungen werden nur an einem Tag pro Woche nachmittags stattfinden und jedes Semester wird es 2 Wochen Präsenzstudium geben. Die Präsenzphasen finden am Campus der Hochschule Mannheim statt oder an der Bundesakademie des Bäckerhandwerks in Weinheim.

Gelehrt wird unter anderem Betriebswirtschaftslehre, Marketing, Mitarbeiterführung, Prozessmanagement und Unternehmensführung.

Das sind alles Inhalte, die mein Studiengang „Lebensmittelmanagement“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auch lehrt. Entweder sind diese direkt im Studienplan enthalten oder man kann sich als Wahlpflichtmodul dazu entscheiden.

Wo ist dann der Unterschied?

Der Studiengang „B. A. Business Management – Schwerpunkt Bäckereimanagement“ bezieht sich durch die Vorlesung „Bäckereimanagement“ direkt auf das Bäckerhandwerk. Wohingegen sich mein Studiengang mit dem Schwerpunkt „Lebensmittel tierischen Ursprungs“ auf die Milch- und Fleischverarbeitung bezieht. Des Weiteren ist er eher auf die Arbeit in der Lebensmittelindustrie ausgerichtet.

Wo bleibt der Studiengang Fleischereimanagement? Ein Studiengang, der den Fokus auf das FleischerHANDwerk legt und das notwendige Wissen in Betriebswirtschaft, Produktentwicklung, Marketing und Unternehmensführung und -organisation liefert. Die praktischen Lehrinhalte werden von Fachkräften aus der Praxis vermittelt.

Das wäre durchaus interessant. Für mich ist es leider zu spät.

Ich bin mir aber sicher, dass ein berufsbegleitender Studiengang im Fleischerhandwerk für viele attraktiv ist.

Where is that for the artisan butchery?

From October 2022 it is going to be possible to study `B. A. Business management´ with focus on `bakery management´. This focus is developed for master bakers. They can study as part-time enrolled students. Lectures are going to be on one afternoon every week. In addition, there are going to be two weeks of attendance seminars every semester. Those attendance seminars are going to take place at the university campus in Mannheim or at the baker academy in Weinheim.

There are going to be lectures about business administration, marketing, employee management, process management and leadership.

I get lectures to those contents in my `food management´ studies at university of Weihenstephan-Triesdorf as well. Either they are written down in my study plan or I can choose them as elective subject.

But where is the difference then?

`B. A. Business Management – focus bakery management´ is directly related to bakery trade. Whereas my course of study with focus on `production of food of animal origin´ has it’s focus on milk- and meat processing. Furthermore, it is designed for working in the food industry.

Where is the study course butchery management? A study course with focus on ARTISAN butcher’s trade, which gives background about business administration, product development, marketing, leadership, and company organization. Practical know how will be provided of specialists.

It would be interesting. Unfortunately, it is too late for me.

But I am sure, a part-time study course would be interesting for people working in the artisan butcher’s trade.

Mikrobiologie Praktikum

Hab ich mich da wohl im Raum verirrt? Den weißen Kittel kennt man normalerweise nur vom Arbeiten in der Metzgerei. Verirrt habe ich mich da aber nicht, der weiße Kittel ist auch im Mikrobiologie Labor Vorschrift.

Der erste Versuch, bestand darin Desinfektionsmittel mit fluoreszierender Flüssigkeit auf den Händen zu verreiben. Das Ergebnis daraus kann man durchaus für die Praxis im Betrieb brauchen. Denn man sieht dann unter einer UV-Lampe wo man nicht richtig desinfiziert hat.

Des Weiteren haben wir einen Brillantschwarzreduktionstest durchgeführt. Das ist ein Schnelltest um Antibiotika oder andere Hemmstoffe, wie Seifen und Desinfektionsmittel in der Milch zu bestimmen.

Auf dem Foto pipettiere ich gerade eine Elektrolytlösung in Reagenzgläser, um dann eine Verdünnungsreihe zu erstellen. Die Petersilie habe ich in der Hand, weil davon die Gesamtkeimzahl, die Anzahl der Hefen und die Anzahl der Schimmelpilze ermittelt werden soll. Dafür braucht man die Verdünnungsreihe. Aus jedem Verdünnungsschritt wird dann eine definierte Menge auf einen Petrifilm gebracht. Auf diesem Wachsen nur Hefen und Schimmelpilze. Die Gesamtkeimzahl wird bestimmt, indem man eine andere Platte nutzt, auf der alle Keime wachsen. Nach einigen Tagen im warmen Brutschrank kann man dann die Platten auszählen und auf die Anzahl der Keime, Hefen und Schimmelpilze auf der Petersilie zurückrechnen.

Neben den erwähnten Versuchen haben wir noch viele weitere durchgeführt, die Bezug zum Lebensmittel haben. Am Schwierigsten es für mich Bakterien unter dem Mikroskop zu finden. Wenn man nicht weiß, wie das was man suchen soll aussieht, ist es absolut unmöglich etwas zu finden.

Da hat man auf jeden Fall gemerkt, dass das Praktikum im zweiten Semester, auf Grund von Covid-19 nicht stattgefunden hat. Dort wäre Mikroskopieren nämlich im Zentrum gestanden.

Ich bin froh, dass ich im Rahmen des Lebensmittelmanagement-Studiums an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf einmal gesehen habe wie die Arbeit im Labor abläuft. Auf Dauer wäre das aber nichts für mich. Da bleib ich lieber beim weißen Kittel in der Wurstküche!

Microbiology Practical course

Did I get lost and went to the wrong room? The white jacket you know usually as my work clothes at the butcher shop. To get dressed in a white jacket is a requirement, before you are allowed to go into the microbiology laboratory. I didn’t get lost, I just complied with the requirement.

The first test showed us, how effective we do hand disinfection. We got disinfectant mixed with fluorescent liquid to spread over our hands. Underneath a UV-lamp we saw the weak points of disinfection. The result is important for working at the butcher shop as well because you disinfect your hands several times a day.

Furthermore, we carried out a test to determine inhibiting substances like antibiotics, soap or disinfectant in milk.

I am preparing test tubes with an electrolyte solution at this photo. The next step is to create a dilution series. Therefore, I need parsley, because I have to determine total bacteria count, amount of yeast and amount of mould. The dilution series is necessary for this. A little amount of every dilution step gets on a Petrifilm. Only yeasts and moulds grow on this. For determining the total bacterial count agar plates are used. After a few days in warm climate, the colonies get counted. Recalculating is the last step, so you know the total bacteria count of parsley

Besides those tests, we did several others. All of them were in connection with groceries. Working with the microscope was very difficult for me. To find bacteria without knowing what you are looking for, is impossible.

Usually, we have a practical course in second semester, in which we get the skill in operating a microscope. Due to Covid-19 it didn’t take place.

I am glad, I had the chance to see how working at a laboratory is through my studies at university of Weihenstephan-Triesdorf. Being permanently at a laboratory would be nothing for me. I prefer wearing my white jacket at the butcher shop!

Fremdsprachen sind wichtig!

Heute habe ich mich mit dem beschäftigt, das auf dem Bild fehlt. Was fehlt?

In der Schule habe ich Sprachen lernen total gehasst. Ich war der Meinung, dass es sinnlos ist viele Sprachen zu lernen – braucht man sowieso nur um in den Urlaub zu fahren.

Bereits bei meinen Aufenthalten in Betrieben in den USA, Rumänien, Irland und in der französischsprachigen Schweiz, habe ich bereut, dass mein Wortschatz nicht größer ist. Mein Wortschatz in Englisch und Französisch hat sich über die Zeit dann erheblich erweitert. Es wäre aber schön gewesen, bereits zu Beginn meiner Aufenthalte mehr Reden und Verstehen zu können. Durch Training lernt man aber halt immer noch am Besten. Leider habe ich viele französische Wörter auch wieder vergessen, da ich die Sprache nicht häufig nutze.

Damit es nicht nur bei Englisch und Französisch bleibt, habe ich auch vor zwei Monaten einen Spanisch-Sprachkurs an der Hochschule angefangen. Heute Vormittag hatte ich die Erste Prüfung dafür und am Montag geht der Unterricht weiter.

Wofür braucht man die Sprachen überhaupt?! Als Metzger reicht es doch, wenn man Auslösen, Fleisch zuschneiden, Wurst machen, Bestellungen herrichten und alle weiteren Aufgaben, die anfallen erledigen kann.

Da fängt’s aber schon an, ist euch schonmal aufgefallen das es für die Fleischteile oder „Cuts“ wie man so schön sagt Bezeichnungen in allen möglichen Sprachen gibt.

In Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und vielen weiteren Sprachen. Short Ribs, Flat iron, Bavette, Entrecôte, Tri Tip, Pluma, Picanha alles Begriffe die man im Alltag in einer Metzgerei immer wieder hört.

Viele dieser Bezeichnungen zu kennen, schadet nicht. Woher weiß man sonst, dass „flaches Filet“, „Petite Tender“ und „Teres Major“ das gleiche Fleischteil meinen.

Auch Kunden im Laden oder Hotelgäste freuen sich, wenn man einfache Konversationen in ihrer Muttersprache mit ihnen führen kann. Der Wortschatz muss ja nicht groß sein, mit Hallo, Tschüss, Bitte, Danke und den Zahlen ist schon viel getan.

Um Englisch kommt man sowieso nicht herum. Doch auch andere Sprachen zu können hilft manchmal. Früher oder später wird man mit einer Fremdsprache konfrontiert, ganz egal in welchen Beruf man arbeitet.

Euch dann viel Spaß beim Sprachen lernen 😊

Tschüss, Bye, Au revoir, Adiós,

Eure #Wurstjuly

Foreign languages are important!

I spent my time today with the thing that is missing at this picture. What`s missing?

I hated language lessons at school, they were the worst for me. Because I thought it doesn’t make sense to learn a language I will never need again – only in vacations.

During my time in the US, Rumania, Ireland and the French speaking part of Switzerland I regretted that. I didn`t know much vocabulary, because I never learnt vocabulary at school. My vocabulary in English and French got better every day during my year abroad. But I wish I had known more words right from the beginning. I could have talked and understood more. The best way to train a language is by speaking with native speakers. Unfortunately I forgot lots of words in French again, because I don`t speak it frequently.

Nevertheless, I began a Spanish course at university two months ago. I took my first exam today in the morning and the class continues on Monday.

What for do I need languages anyways?! Isn`t it enough as a butcher, to know how to bone and trim meat, make sausages, prepare orders and doing all incurring tasks at a butcher shop.

There it begins, did you ever notice the meat cuts have different names in various languages. In German, English, French, Italian, Spanish and other languages. In daily life at a butcher shop, you hear for example Short Ribs, Flat iron, Bavette, Entrecôte, Tri Tip, Pluma and Picanha.

To know the names of meat cuts in different languages is very important. So you know that `flaches Filet´, `Petite Tender´ and `Teres major´ ist the same meat cut.

Customers at the shop or hotel guests are happy as well if you are able to have a short conversation with them in their native language. For this it doesn’t need a large vocabulary, hello, bye, please, thank you and the numbers is enough.

English you need anyways, But other languages can help sometimes a lot too. Sooner or later, you are confronted with a foreign language, doesn’t matter what is your job.

Have fun learning languages 😊

Tschüss, Bye, Au revoir, Adiós

Yours #Wurstjuly

Endlich wieder Präsenz!

In den nächsten drei Wochen habe ich endlich mal wieder Präsenzpflicht am Campus Triesdorf. Leider nur, um dort meine Prüfungen unter strengsten Hygienevorschriften abzulegen.

Zwei Prüfungen sind bereits abgehakt: Marktlehre und Marktpolitik, sowie mein Wahlpflichtfach Grundlagen der Ernährungsphysiologie.

Es folgen noch folgende:

  • Verfahrenstechnik pflanzliche Lebensmittel
  • Verfahrenstechnik tierische Lebensmittel
  • Produktionsökonomie
  • Lebensmittel und Gesundheit
  • Lebensmittel und Handelsklassenrecht

Lebensmittel und Handelsklassenrecht wird mündlich stattfinden. Ich bin schon gespannt wie so eine mündliche Prüfung ablaufen wird, da das meine erste an der Hochschule sein wird.

Danach geht es im 4. Semester voraussichtlich wieder mit reiner Online-Lehre weiter. Ich hoffe aber, dass meine Laborpraktika in irgendeiner Art und Weise stattfinden können.

Bereits im 2. Semester habe ich die Laborpraktika in der Biologie nämlich verpasst und diese konnten auch nicht mehr nachgeholt werden.

Uns wird zwar immer gesagt, dass wir von den Studieninhalten nicht viel verpassen – aber ich habe das Gefühl, dass man vor allem die praktische Anwendung verpasst. Auch der Dialog zwischen den Studierenden und den Dozenten fehlt durch die Online-Vorlesungen weitgehend. Schauen wir mal wie es weiter geht im März…

 

Finally attendance time again

I have attendance time at my university in Triesdorf the next three weeks. Unfortunately only to write my exams under strict hygienic rules.

I wrote two exams already: market policy and basics of nutrition physiology, that’s my elective subject.

The other exams are going to be:

  • technology of plant-based food
  • technology of animal-based food
  • production economy
  • food and health
  • food law and law of animal grades

The last exam of this list is going to be oral. I am curious already how an oral exam takes place, because it’s my first at university.

The 4th semester is planned to be only online via Zoom-Meetings again. I really hope the practical lessons at the laboratory can take place somehow. Because the practical lessons in 2nd semester couldn’t take place and it seems to be impossible to catch up on them.

The profs tell us always we do not miss study content – but I think we miss especially the practical relevance. And the contact to the other students and the profs is in Zoom-Meetings not like in lectures at the university. But let’s see how it goes on in March…

So lerne ich

Wie lernt man am Besten? Gute Frage, nächste Frage – das kommt immer darauf an, ob man eher leicht oder schwer lernt.

Meine Schritte sind  folgende:

  • Schritt 1: Skripte in knappen Stichpunkten zusammenfassen, da ich mit den Skripten einfach nicht lernen kann – entweder steht dort nur Fließtext oder es sind sehr viele Beispiele eingestreut. Beispiele sind keineswegs schlecht aber ein Beispiel reicht in der Zusammenfassung und falls man mehr braucht kann man nochmal im Skript nachlesen.
  • Schritt 2: Notizen aus den Vorlesungen in die Zusammenfassung einarbeiten
  • Schritt 3: bei Verständnisproblemen in Büchern nachlesen und den betreffenden Abschnitt aus dem Buch zusammenfassen und an betreffender Stelle in der Zusammenfassung einfügen
  • Schritt 4: das Beispielfragen-Dokument der Dozenten beantworten und einen eigenen „Fragenkatalog“ zusammenstellen – bei Dozenten die keine Fragen direkt zur Verfügung stellen, die in der Vorlesung gestellten Fragen notieren und beantworten
  • Schritt 5: von den Dozenten häufig angesprochene Themen in der Zusammenfassung und die zugehörigen Fragen markieren
  • Schritt 6: Zusammenfassungen und Fragenkataloge lernen – ich lese meist nur die Überschrift oder Frage und sage dann laut vor mich hin was ich dazu weiß und erst dann lese ich die richtige Antwort
  • Schritt 7: Themen die man sich schwer merken kann noch einmal handschriftlich aufschreiben – meist überlege ich mir dann dazu Eselsbrücken oder fertige eine kleine Zeichnung/ Mindmap an
  • Schritt 8: sich selbst regelmäßig Abfragen oder sich von jemandem Abfragen lassen und dann zwei Stapel bilden – ein Stapel mit Dingen die man kann und den anderen mit Dingen, die man nicht kann
  • Schritt 9: Themen die man nicht kann verstärkt lernen und die anderen nur noch durchs durchlesen festigen
  • Schritt 10: alles am Abend vor der Prüfung oder am Tag der Prüfung nochmal durchlesen
  • Schritt 11: erfolgreiche Prüfung ablegen

Jetzt kennt Ihr das System mit dem ich am Besten lernen kann. Ich kümmer mich dann jetzt mal weiter um meine Zusammenfassungen, sonst werden die bis Weihnachten nie mehr fertig und lernen sollte ich vielleicht auch mal – in 2 Wochen ist schließlich schon die erste Prüfung…

 

That’s how I am learning

What’s the best way to learn? Good question, but there is no answer which is absolutely right – because learning is not for everybody ease. Some students need more time than others.

My steps are the following:

  • step 1: summing up all the scripts in key points, because I am not able to learn with the script – there is either a running text on them or to many examples between the important things. Not to understand me wrong, examples are good, but in a summary is one enough and if more are needed you can just look them up in the script.
  • step 2: adding notes of the lectures to my summary
  • step 3: looking things up in a book and taking notes, if I don’t understand them
  • step 4: answering the sample questions document of the lecturers and preparing a ‘questionnaire’ – if lecturers don’t give sample questions directly in a document, note down the questions they ask in the lectures and answer them
  • step 5: highlight the themes and questions which the lectures tell you multiple times
  • step 6: learning the summary and questions – my way is to read the title or questions and speak out loud what I know, than I read the correct answer
  • step 7: making notes by hand on a paper to themes, which are hard to understand – and create mnemonics or a drawing/ mind map
  • step 8: repeating everything by yourself or with somebody who asks you questions and you have to answer them – build two stacks, one with things you know and one with things you have to repeat more often
  • step 9: learn the things you don’t know yet and just read the things you know
  • step 10: read everything through the day before or at the day of the exam
  • step 11: writing a successful examination

Now you know my favourite system to learn. I go on with writing summaries now, otherwise they won’t be ready by Christmas and probably I should start learning as well – because I have only two weeks left until my first exam…

 

Gesichter der HSWT

In einer Mail von der Hochschule wurden alle Studenten dazu angehalten ein Portrait von sich zu verfassen. Eine Auswahl der Portraits soll auf dem offiziellen Instagram-Kanal: hswt. de erscheinen. Diese Serie soll am 1. Dezember beginnen.

Im Folgenden mein Beitrag:

Ich heiße Julia Böbel und studiere mittlerweile im dritten Semester Lebensmittelmanagement dual. Die theoretischen Inhalte der Vorlesungen ergänzen sich optimal mit den praktischen Ausbildungsinhalten der Metzgerlehre im Betrieb. Bereits in den ersten Semestern wird beispielsweise auf die Anatomie der Tiere, die Tierhaltung und die Fütterung eingegangen. Dieses Wissen ist für meine Berufsausbildung wichtig, da Haltung und Fütterung Auswirkungen auf die Qualität des Fleisches haben. Das Studium ist somit eine Vertiefung des erlernten Wissens in der Berufsschule und hilft die Hintergründe der einzelnen Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse in der Lebensmittelproduktion besser nachzuvollziehen.

Für mich ist die HSWT eine große Familie. Wenn man Hilfe benötigt kann man sich jederzeit an die Studenten aus den höheren Semestern oder die Dozenten wenden. Ich schätze den hohen Praxisanteil an der HSWT. Durch diesen kann man sich das theoretisch vermittelte Wissen besser merken. Mein Lieblingsfleck am Campus Triesdorf ist die Mensateria. Diese ist einer der Mittelpunkte der Hochschule. Dort kommt man immer mit anderen Studierenden ins Gespräch.

Ich wünsche mir vom nächsten Semester, dass die Vorlesungen wieder direkt an der Hochschule stattfinden können – denn ganz ohne Lerngruppen und den Austausch mit den Kommilitonen fehlt einfach ein bedeutender Teil des Studentenlebens.

Wer mehr über mein Studium und meine Ausbildung wissen möchte kann gerne meinen Blog www.wurstjuly.de besuchen.

 

Faces of the HSWT

All students oft he HSWT (my university) got an email with the request to write a portrait about themselves. A selection of those portraits is going to be shared at the official Instagram-Account: hswt.de. This series is going to start at first of December.

That’s my portrait:

My name is Julia Böbel and I am studying food management dual in the third semester. The theoretical contents of the lectures complement the practical contents of my apprenticeship to be a butcher perfectly. Anatomy of animals, animal husbandry and feeding is already part of the first semesters. This knowledge is very important for my apprenticeship, because husbandry and feeding have an impact on the meat quality. Therefore my course of study deepens my gained skills of butcher school and helps to comprehend the background of the production and processing processes in the food industry.

The HSWT is a big family for me. If you need help, You can ask students of advanced semesters or the professor. I value the high practical part at the HSWT. It makes easier to memorize the theoretical learnt stuff. My favourite place at the campus Triesdorf is the canteen. This is one of the social hubs at the university. You are starting there for sure a conversation with other students.

My wish for the next semester is to have lectures at university again – because there is missing a part of student life without the exchange with other students and having learning groups.

You want to know more about my studies and my apprenticeship, just have a sight at my blog www.wurstjuly.de.

Handelsklassenrecht live

In diesem Semester habe ich Vorlesungen über das Handelsklassenrecht. Diese Vorlesung ist vor allem im Hinblick auf meine Ausbildung zur Metzgerin sehr sinnvoll. Man schneidet das Thema zwar in der Berufsschule mal an, aber so ausführlich wird es dort nicht behandelt. Ich finde es durchaus wichtig auch zu Erfahren was bei der Handelsklasseneinteilung zu beachten ist – Tabellen auswendig lernen kann jeder, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das so gelernte schnell wieder vergessen ist. Weiß man aber über die Hintergründe über die Einteilung in die Fleischigkeitsklassen und Fettgewebeklassen kann man sich das alles einfacher merken.

Die Einteilung wird anhand des Schlachtkörpers vorgenommen – aber was bezeichnet man mit dem Begriff „Schlachtkörper“ überhaupt? Was gehört dazu und was nicht?

Des Weiteren haben wir uns angeschaut wie man bei der Einteilung in die Handelsklasse vorgeht. Die Profile der wesentlichen Teile: Keule, Rücken, Schulter spielen für die Einteilung in die Fleischigkeitsklasse eine Rolle. Für die Einteilung in die Fettgewebeklasse betrachtet man die Dicke der Fettschicht auf der Außenseite des Schlachtkörpers und auf der Innenseite der Brusthöhle.

Insgesamt betrachtet man drei Komponenten

  • Kategorie (Geschlecht, Alter, kastriert/ nicht kastriert, …)
  • Profile (Keule, Rücken, Schulter) ->Fleischigkeitsklasse
  • Fettgewebeklasse

Die Einstufung und Kennzeichnung hat am Schlachthof zu erfolgen. In der Vorlesung haben wir dann auch besprochen in welcher Form: Stempel, Etikett die Kennzeichnung stattfinden kann und welche Vorschriften es dafür gibt. Auf die Befreiungen der Klassifizierungspflicht sind wir auch weiter eingegangen.

Ich bin mir sicher, dass wir in dieser Tiefe das Thema nie in der Berufsschule behandelt hätten – ich bin aber froh, dass wir im Studium so tief darauf eingehen. Einige meiner Mitstudenten, die sich mehr für den pflanzlichen Schwerpunkt interessieren finden das zwar nicht so toll, doch es war vorher klar, dass der Studiengang bis zum vierten Semester beide Schwerpunkte thematisiert. Ab nächstem Semester trennen sich dann die Wege in tierischen und pflanzlichen Schwerpunkt.

Auf jeden Fall zeigt sich auch wieder in der Vorlesung Handelsklassenrecht, dass die Ausbildung eine wichtige Ergänzung zum Studium ist. Dadurch habe ich nämlich einen Wissensvorsprung was die Praxis betrifft – Begriffe wie Keule, Pistole, Vorderviertel, Hinterviertel und viele mehr sind mir nicht neu. Viele meiner Mitstudenten ohne praktischen Hintergrund haben damit durchaus Probleme.

Das Studium macht auf jeden Fall dual oder nach einer bereits abgeschlossenen Ausbildung im Bereich Lebensmittel mehr Sinn und die Thematiken sind einfacher nachzuvollziehen.

Commercial grade classification live

I have got lessons about commercial grade classification at university this semester. Those lessons are very interesting for me, especially because I am serving an apprenticeship to be a butcher. We had this theme at butcher school as well, but we didn’t speak about it in detail. But in my opinion it is very important to know, what you need to take care of if you want to assign the carcasses in commercial grades – learning charts by heart can be done by everybody, but I know from my own personal experience, how fast you forget everything you learnt.

If you know about the background of classification in the class of conformation and fat cover it’s easier to remember.

The carcass is used for classification – but what does the term „carcass“ include and what not?

Furthermore we were talking about the process of the grade classification. The profiles of the significant parts: leg, back and shoulder are very important for the classification in the class of conformation. For the classification of the fat cover the amount of fat on the outside and inside of the carcass is decisive.

In general matter the following three components:

  • category (gender, age, neutered/ not neutered, …)
  • profile (leg, back, shoulder) ->class of conformation
  • fat cover

The classification has to take place in the abattoir. We were talking about the way of classification as well in the lesson. It can be done by a stamp or a label – there are legal provisions for both, which our professor explains us precisely. Exceptions of the classification duty exist as well.

I am sure we are never going to talk about this theme so detailed at butcher school – but I am happy I know more about it now, thanks to my studies. Well, some of my fellow students, which are more interested in plants think this theme is not important at all – but it was clear that this course of study includes both thematic focuses until forth semester. Already next semester the paths of animal and plant focus are separating.

This lesson shows again how important my apprenticeship is, as practical supplement to my studies. I have got because of my apprenticeship additional Know-How – terms like leg, forequarter, hindquarter and some more are nothing new for me. Some of the other students have problems with these terms and don’t know what’s meant.

To study food management makes more sense in addition with an apprenticeship or after an apprenticeship in the food business – the different themes are easier to understand like this.