Praktikumsberichte

Im fünften Semester des Studiengangs Lebensmittelmanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf findet das Praxissemester statt. Vom 1. August 2021 bis 28. Februar 2022 absolviere ich dieses in der Fleischerei Scheller. Die Fleischerei Scheller steht durch das duale Verbundstudium bereits seit Ausbildungsbeginn als Praxisbetrieb fest. Schwerpunkt der Fleischerausbildung und des Praxissemesters sind die Zerlegung der Tierhälften und die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren.

Während des Praxissemesters muss ich wöchentliche Tätigkeitsberichte und Praktikumsberichte verfassen. Da ich ein duales Verbundstudium mache, sind die Tätigkeitsberichte bei mir das Berichtsheft der Fleischerausbildung. Die vier Praxisberichte sind zu den Themen Tierische Erzeugung, Anlagen- und Prozesstechnik, Qualitätssicherung und Ökonomie.

Durch das Schreiben der Praktikumsberichte befasst man sich genauer mit dem Unternehmen und den Prozessen dort.

Inhalte der Praktikumsberichte sind unter anderem:

  • Beschreibung des Betriebs
  • Anforderungen an Rohstoffe
  • Rohstoffbeschaffung- & Lagerung
  • Abfallwirtschaft und Schonung der Ressourcen
  • Verfahrens- und Verpackungstechniken
  • Aufbau und Arbeitsweise der Maschinen
  • Beschreibung der Prozessabläufe
  • betriebliche Qualitätssicherung
  • Hygienemanagement
  • Arbeits- und Umweltschutz
  • Human Resource Management
  • Darstellung des Geschäftsmodells: Aktivitäten, Ressourcen, Angebot, Partner, Kundensegmente- & beziehungen, Einnahmequellen, Kostenstrukturen
  • Auftragsabwicklung

Vorhin habe ich die Praktikumsberichte bei meinem Chef abgegeben. Bin ja mal gespannt was er dazu sagt. Die erste Reaktion war „ich wusste gar nicht, dass man über den Betrieb so viel schreiben kann“.

Practical reports

The fifth semester of my food management studies at university of Weihenstephan-Triesdorf is the practical semester. I absolve my practical semester the butcher shop Scheller from 1st of August 2021 to 28th of February 2022. I chose three years ago serve my apprenticeship at the butcher shop Scheller so I have to spend my practical semester there as well. Focus of my apprenticeship and my practical semester is disassembling meat and producing sausages.

I have to write weekly reports during my practical semester. Those are the same I have to write form a apprenticeship. The four practical reports have the themes animal production, systems engineering, quality assurance and economics.

Through writing those reports you pay attention on how processes are working at the company.

Content of the reports is:

  • description of the company
  • requirements for raw material quality
  • waste management and conservation of resources
  • process and packaging technology
  • construction and operation of machines
  • description of process sequences
  • quality assurance at the company
  • hygiene management
  • occupational safety and environment protection
  • Human Resource Management
  • presentation of the business model: activities, resources, proposition, partnerships, customer segments and relationships, revenue streams, cost structure
  • order processing

I handed my reports over to my boss this afternoon. I am curious what he says about them. The first reaction was `I didn’t know it’s possible to write so much about the company´.

Schöne Geste

Daran sieht man, dass die Mitarbeiter in einer Handwerksfleischerei wie der Fleischerei Scheller an erster Stelle stehen. Es wird sich noch Gedanken gemacht, wie man den Mitarbeitern zu Weihnachten eine Freude machen kann. Für jeden gab es als kleine Aufmerksamkeit einen Blumenstrauß und Pralinen am letzten Arbeitstag vor Weihnachten.

Auch das ist eine Form der Personalbindung. Gute Mitarbeiter für den Verkauf und die Produktion in einer Fleischerei zu finden ist nicht einfach. Deshalb ist es von Vorteil die Mitarbeiter zu binden. Durch ein eingespieltes Team lassen sich die Arbeiten schneller erledigen. Des Weiteren bleibt das Wissen der Mitarbeiter, die schon lange im Betrieb sind, erhalten und das zeitaufwendige Anlernen von neuem Personal entfällt.

Nice gesture

This shows how important employees are in a small butcher shop like the butcher shop Scheller. The bosses’ cares about their employees and how to give them a treat for Christmas. Everybody got flowers and pralines at the last workday before Christmas.

That’s staff retention as well. It’s not easy to find good employees for working at the sales counter or in the production of a butcher shop. Therefore, it is an advantage to retain the staff. An experienced team does their jobs faster. Furthermore, the knowledge of employees working for a long time at the company remains there and training new staff is not necessary.

Ist Anlagentechnik langweilig?

Momentan befinde ich mich im Praxissemester. In dieser Zeit muss ich vier Fachberichte schreiben. Einer davon hat das Thema Anlagen- und Prozesstechnik.

Beim Erstellen meiner Gliederung dachte ich, dass vor allem die Anlagentechnik ziemlich langweilig wird. Tja falsch gedacht! Irgendwie ist Anlagentechnik total spannend, jetzt weiß ich endlich mal was die Maschinen tun und welche Technik dahintersteckt.

Der Fleischwolf ist unverzichtbar für die Herstellung aller Produkte. Rohmaterial zum Herstellen von Brühwurst im Kutter wird mit Hilfe des Fleischwolfs vorzerkleinert, Hackfleisch wird hergestellt oder streichfähige und schnittfeste Rohwurst. Deshalb war das zusammenbauen auch das Erste, was ich zu Beginn meiner Ausbildung gelernt habe. Wenn ich die Anweisung bekomme den Fleischwolf im einfachen Satz zusammenzubauen, läuft in meinem Kopf immer ab „Schnecke, Vorschneider, Messer, Lochscheibe, Distanzring“.

Dass die Schnecke das Fleisch nach vorne fördert, das Messer schneidet und die Lochscheibe für die Größe des zerkleinerten Materials verantwortlich ist war mir klar. Aber wie genau das alles funktioniert ist mir erst beim Lesen von Fachbüchern für das Verfassen des Praxisberichts klar geworden.

Unter anderem folgende Fragen werden in meinem Fachbericht beantwortet:

  • Wieso wird das Gewinde der Schnecke zum Schneidsatz hin enger?
  • Womit kann die Erwärmung des Rohmaterials möglichst gering gehalten werden?
  • Welche Schutzvorrichtungen sind am Fleischwolf angebracht?
  • Wieviel Kilogramm Fleisch können pro Minute mit dem Fleischwolf in der Fleischerei Scheller zerkleinert werden?

Ziel der Fachberichte ist es, dass wir uns während des Praxissemester Fachwissen aneignen, denn die Fachberichte müssen quellenbelegt sein. Des Weiteren soll in den Fachberichten auch auf unseren Praxisbetrieb eingegangen werden und die dort vorhandene Ausstattung an Maschinen.

Die Fachberichte nehmen nach der Arbeit zwar sehr viel Zeit in Anspruch – aber ohne wüsste ich jetzt nicht welche Technik hinter den Maschinen steht und warum manche Arbeiten in der Fleischerei Scheller genau so erledigt werden und nicht anders. Die Berichte helfen nachzuvollziehen, was hinter den einzelnen Arbeitsschritten steckt.

Is systems engineering boring?

I am in practical semester at the moment. I have to write four experience reports during this time. One of them has the theme systems engineering.

At first, I wrote a planned arrangement of the report. There I thought systems engineering is going to be really boring. I was wrong! It turned out to be interesting. Now I know what the machines are doing, and which technique is behind.

The mincer is essential for producing all kinds of products. Raw material for producing boiled sausage in the bowl cutter get pre-cut, minced meat is produced with a mincer, or different types of raw sausages. Assembling the mincer was the first thing I learnt at the beginning of my apprenticeship. If I get the instruction now to assemble the mincer, the word order `snail wave, before cut knife, blade, perorated disc, distance ring´ happens in my head.

I knew the snail wave turns around and pushes the meat forward, the blade cuts and the size of the perforated disc is responsible for the size of the minced meat. But I didn’t know how exactly this process works until reading specialist books and writing my experience report.

My report answers inter alia the following questions:

  • Why is the tread of the snail wave getting tighter?
  • How can the warming of the raw material be minimised?
  • Which protective devices has the mincer?
  • How many kilograms of meat can be minced with the mincer of the butcher shop Scheller per minute?

Aim of the experience reports to gain know-how, because they have to refer to references. The reports shall be about the company we are working at, therefore we are forced to think about the procedures.

Even though the experience reports take a lot of time after work, I am glad I have to write them – otherwise I wouldn’t know which technique is behind the machines and why the procedures at the butcher shop Scheller are like this, and not different. The reports help to comprehend all work steps.

Überbetriebliche Ausbildung Travemünde 1

Letzte Woche habe ich in der Lehrwerkstatt für Fleischer in der Berufsbildungsstätte in Travemünde verbracht.

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen sind Teil der Fleischerlehre. In den verschiedenen Ausbildungsbetrieben werden nicht alle Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt. Um die Lehrlinge auf einen annähernd gleichen Kenntnisstand zu bringen gibt es die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung. Diese ist Teil der praktischen Ausbildung und ergänzt die Lehre im Betrieb. Ziel ist es eine einheitliche Grundausbildung der Auszubildenden zu erreichen.

Das Thema der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung lautete „Neuzeitliche Zerlegetechniken, Wurstherstellung und Pökelverfahren.

Nach der Einweisung in das Infektionsschutzgesetz, die grundsätzlichen Unfallverhütungsvorschriften und die Maschinen, Geräte und Räumlichkeiten wurde in zweier Teams ein halbes Schwein zerlegt. Die Lehrer haben uns den ersten Schritt: Vierteln eines halben Schweins gezeigt. Dann waren wir an der Reihe. Sobald alle Schweine geviertelt waren, wurde uns der nächste Schritt gezeigt. Am Ende lagen dann die einzelnen Teilstücke auf dem Tisch.

Im weiteren Verlauf wurde uns das Zuschneiden der Teilstücke und Sortieren der Abschnitte in SI, SII und SIII gezeigt. Wer sich jetzt fragt was zur Hölle SI, SII und SIII ist kann sich meinen Beitrag zur Fleischsortierung nochmal durchlesen 😉. Fleisch ist nicht gleich Fleisch und je nachdem was man produzieren möchte braucht man eine andere Zusammenstellung aus den einzelnen Sortierungen.

Zur Herstellung von Kochpökelwaren: Kasseler und Kochschinken haben wir Lake hergestellt und diese mit dem Pökelinjektor in die Fleischteile injiziert. Anschließend wurde uns gezeigt, wie und an welcher Stelle man einen Bindfaden zum Aufhängen am Schweinenacken befestigt.

Neben dem Zerlegen von Schweinefleisch, stand auch das Zerlegen und Auslösen eines Rindes auf dem Plan. Zuerst sind wir durchgegangen woran man das Alter des Tieres feststellen kann und wo welche Teilstücke liegen. Die Teilstücke der Keule haben wir zum Beispiel in einer Reihenfolge besprochen und jeder von unserer Gruppe sollte diese dann zeigen.

Beim Zerlegen sind wir wie beim Schwein Schrittweise vorgegangen, uns wurde gezeigt was wir machen sollen und wir haben es umgesetzt. Besonders hängen geblieben ist bei mir, wie man beschreibt wo man die Oberschale abschneidet, wenn man sich unsicher ist – „auf dem Rosenstück liegt ein Teilstück (die Semerrolle), alles was darüber ist gehört zur Oberschale“. Die Abschnitte wurden ebenfalls sortiert, diesmal aber in RI, RII und RIII, da es sich um Rindfleisch handelt.

Zerlegen, Auslösen und Zuschneiden war damit abgehakt. Jetzt fehlt nur noch die Wurstproduktion. Wir haben grobe Streichmettwurst, Fleischwurst, Chilifleischwurst, Jagdwurst, Currywurst, Zungenwurst und Speckblutwurst hergestellt. Da drei aus unserer Gruppe kein Schweinefleisch essen hat unser Lehrer mit den dreien extra einen Pastetenaufschnitt aus reinem Rindfleisch hergestellt. Obwohl dieser nur gewolft, gewürzt und gemengt wurde sah die fertige Wurst aus, als wäre ein Brät hergestellt worden.

Die Woche hat sich auf jeden Fall gelohnt und war lehrreich. Ich hoffe die nächste Überbetriebliche findet bis Ende Februar 2022 statt, sonst bin ich nicht dabei. Denn ich bin ab März wieder an der Hochschule und nicht mehr in meinem Ausbildungsbetrieb.

Vocational training in Travemünde 1

I spent last week at an educational institution for butchers in Travemünde. Vocational trainings are part of the apprenticeship to be a butcher. Not every butcher shop is teaching their apprentices everything, or the butcher is not producing all products. Vocational training complements the apprenticeship at the butcher shop. The aim of vocational training is to ensure that all apprentices have the same level of knowledge.

Theme of the vocational training was `New Boning techniques, sausage production and curing methods´.

We boned half a pig in teams of two, after an introduction in infection protection law, the accident prevention regulations and the machines, equipment. The teachers showed us the first step: cutting half a pig in a quarter. Then it was our turn to quarter half a pig. As soon as every team has done this step, the teachers showed us how to go on. The different meat cuts were presented on the table.

We got shown how to trim the different cuts and in which categories: SI, SII, SII we have to sort the meat. You want to know what the hell SI, SII and SIII is, just read my blog about meat sorting, and you will know 😉.Meat is not equal to meat and depending on what you want to produce you need a different composition of the meat categories.

We produced a brine for making cooked cured products like ham. We injected the brine into the meat part by using an injector. Furthermore, we were shown how and where to put a string through if you want to hang a cured pork neck into the smoker.

After we finished boning the pig, we boned cattle. At first, we learned what to look at if you want to estimate the age of the cattle. Then the teacher pointed at a cut and asked us which one it is. We were going through the cuts of the hind leg in an order. Everybody came in the front to show the cuts of the hind leg in this order.

The boning we did like the pig, we got shown the steps and realized them. How to explain where to separate the upper shell if you are unsure remained in my memory. We trimmed the cuts and sorted the parts we cut off into RI, RII and RIII.

Boning and trimming was done with pork and beef only producing sausages is left. We produced a pork sausage to spread on the bread, boiled sausage with and without chili, sausage with curry, tongue sausage and blood sausage. Because three of our group aren`t eating pork our teacher decided to produce with them a beef sausage. This was minced, spiced, and mixed but it looked like it was made out of sausage meat.

This week was worth it and I learned a lot. I hope the next vocational training is until February 2022, otherwise I can`t take part, because I am back at university in March. Means I am not at the butcher shop at which I am serving my apprenticeship.

Vorbildlich

Diese Woche hatte ich überbetrieblichen Lehrgang in der Berufsbildungsstätte in Travemünde. Da lag es Nahe mir auch die Fleischerei Lohff anzuschauen.

Deshalb habe ich mit Christian Lohff einen Termin zur Betriebsbesichtigung vereinbart. Betriebsbesichtigungen sind immer total interessant für mich, irgendetwas das man noch nicht kennt sieht man immer.

So habe ich in der Fleischerei Lohff zum Ersten Mal eine Räucherkate (oberes Bild) gesehen. Und erfahren, wie man die Temperatur des Rauchs durch die Zusammensetzung der Räucherspäne beeinflussen kann. Je nach gewünschter Temperatur wird ein anderes Verhältnis an feinen und groben Bestandteilen gewählt.

Zum Abschluss meiner Betriebsbesichtigung war ich im Ladengeschäft. Da sah man mal wieder wie vielfältig das Wurstsortiment in Deutschland ist. Die Produkte in der Theke sind in allen Regionen unterschiedlich.

Als Landeslehrlingswart liegt Christian Lohff eine gute Ausbildung im Fleischerhandwerk besonders am Herzen. Deshalb unterstützt die Fleischerei Lohff die überbetrieblichen Lehrgänge unter anderem mit Rinderhälften. Diese werden dann in den Lehrgängen von den Auszubildenden ausgelöst.

Die Andreas-Ernst-Lohff-Stiftung fördert die Ausbildung des Nachwuchses, Wettbewerbe und Schulungen. Zudem ist die Stiftung Premium-Sponsor der Deutschen Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks.

So ein Einsatz für das Fleischerhandwerk und den Nachwuchs ist vorbildlich!

Exemplary dedication

I have been this week at an educational institution for butchers in Travemünde. I had a tour at the butcher shop Lohff as well, since that`s close.

In forehand I arranged a meeting with Christian Lohff for the company visit. Company visits are always interesting for me, there is always something I haven`t seen yet.

Like the `Räucherkate´ (a room for smoking raw sausages and ham, that`s typical for northern Germany; upper picture) at the butcher shop Lohff. I learnt how it is possible to regulate the temperature by the composition of wood chips. Depending on which temperature you want, you variate the mix of wood chips with more, or less coarse components.

I have been in the shop at the end of my company visit. There I saw the wide range of sausages in Germany again. The counter in a butcher shop in Germany has different products in every region in Germany.

Christian Lohff is `Landeslehrlingswart´ (a person who is a contact person for apprentices, answers their questions and solves their problems). Therefore, a good apprenticeship in the butcher craft is very important for him. The butcher shop Lohff supports the vocational training at the educational institution in Travemünde as well. The butcher shop delivers beef there which the apprentices can use to train boning.

The Andreas-Ernst-Lohff-Stiftung supports the education of young butchers, competitions, and seminars. The foundation is furthermore premium sponsor of the German national team of butchers.

Such a dedication for the butcher craft and young butchers is exemplary!

Referat

Durch das Online-Studium ist es sogar während des Praxissemesters möglich, Vorlesungen zu besuchen.

Letztes Semester habe ich an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf begonnen Spanisch zu lernen. Anfangs hatte ich Bedenken, dass Sprachen lernen im Online-Semester nicht funktioniert, weil die Kommunikation fehlt. Völlig umsonst!

Die Spanisch-Stunden waren am lehrreichsten von allen. Im Gegensatz zu den anderen Vorlesungen wurde man aufgerufen, um Texte vorzulesen oder kurze Dialoge zu führen. Die meisten Teilnehmer an der Vorlesung hatten sogar die Kamera an.

Das kommt sonst in Online-Vorlesungen eher selten vor. Schwarze Kacheln mit dem Namen sind da der Standard.

Ich habe mir bereits letztes Semester gewünscht, dass Sprachkurse weiterhin online stattfinden. Mein Wunsch ging in Erfüllung.

Referate dienen in Sprachkursen dazu, um die Grammatik, das Vokabular und die Aussprache zu prüfen. In meinem Referat sollte ich meine Kindheit mit meinem jetzigen Leben vergleichen, deswegen ist hinter mir ein Kinderfoto und ein aktuelles Foto zu sehen. Mein Dozent testet damit, wie sicher ich die Vergangenheitsform und das Präsens beherrsche.

Auf dem Bild seht ihr wie Referate im Online-Studium ablaufen. Mit dem Beamer die PowerPoint auf die Leinwand werfen oder ein Plakat gestalten. Sich dann davorstellen oder setzen und das Referat aufnehmen. Die Aufnahme wird dann an die Dozenten geschickt, damit diese das Referat bewerten können.

Ein Glück, dass das Bratwursthotel so gut ausgestattet ist. So kann ich mir den Aufwand sparen ein Plakat zu gestalten.

Presentation

Due to Online-Studies it is possible to take part at lectures during practical semester as well.

I began to take Spanish classes at university of Weihenstephan-Triesdorf last semester. In the beginning, I thought taking language classes online is not working well, because the communication is missing. My doubts were without any reason!

Spanish lessons were the best lectures of all. We were encouraged to read text passages aloud or having short dialogues. Even almost every participant turned the camera on.

That`s rare in other lectures. Seeing black squares with the name written on them is more likely.

In the end of last semester, I wished for language lectures to be online next semester as well. My wish came true.

I have to give presentations in language classes, so my lecturer can check my grammar, my vocabulary and my pronunciation. I had the task to compare my childhood with my live now, because of that you can see a picture of me as a child and an actual picture. The aim of my lecturer is to check how confident I use past and present.

At the picture you can see, how presentations take part during Online-Studies. You use a projector to project the PowerPoint onto the canvas or you create a poster. After you take place in front and film your presentation. Now, you send the record to the lecturer, so he can value it.

Gratefully the Bratwursthotel has a projector and canvas. It safes me time, because I don’t have to create a poster.

Wo ist das für’s Fleischerhandwerk?

Ab Oktober 2022 gibt es den Studiengang „B. A. Business Management“ mit dem Schwerpunkt „Bäckereimanagement“. Der Studiengang ist darauf ausgelegt, dass Bäckermeister diesen berufsbegleitend studieren können. Vorlesungen werden nur an einem Tag pro Woche nachmittags stattfinden und jedes Semester wird es 2 Wochen Präsenzstudium geben. Die Präsenzphasen finden am Campus der Hochschule Mannheim statt oder an der Bundesakademie des Bäckerhandwerks in Weinheim.

Gelehrt wird unter anderem Betriebswirtschaftslehre, Marketing, Mitarbeiterführung, Prozessmanagement und Unternehmensführung.

Das sind alles Inhalte, die mein Studiengang „Lebensmittelmanagement“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auch lehrt. Entweder sind diese direkt im Studienplan enthalten oder man kann sich als Wahlpflichtmodul dazu entscheiden.

Wo ist dann der Unterschied?

Der Studiengang „B. A. Business Management – Schwerpunkt Bäckereimanagement“ bezieht sich durch die Vorlesung „Bäckereimanagement“ direkt auf das Bäckerhandwerk. Wohingegen sich mein Studiengang mit dem Schwerpunkt „Lebensmittel tierischen Ursprungs“ auf die Milch- und Fleischverarbeitung bezieht. Des Weiteren ist er eher auf die Arbeit in der Lebensmittelindustrie ausgerichtet.

Wo bleibt der Studiengang Fleischereimanagement? Ein Studiengang, der den Fokus auf das FleischerHANDwerk legt und das notwendige Wissen in Betriebswirtschaft, Produktentwicklung, Marketing und Unternehmensführung und -organisation liefert. Die praktischen Lehrinhalte werden von Fachkräften aus der Praxis vermittelt.

Das wäre durchaus interessant. Für mich ist es leider zu spät.

Ich bin mir aber sicher, dass ein berufsbegleitender Studiengang im Fleischerhandwerk für viele attraktiv ist.

Where is that for the artisan butchery?

From October 2022 it is going to be possible to study `B. A. Business management´ with focus on `bakery management´. This focus is developed for master bakers. They can study as part-time enrolled students. Lectures are going to be on one afternoon every week. In addition, there are going to be two weeks of attendance seminars every semester. Those attendance seminars are going to take place at the university campus in Mannheim or at the baker academy in Weinheim.

There are going to be lectures about business administration, marketing, employee management, process management and leadership.

I get lectures to those contents in my `food management´ studies at university of Weihenstephan-Triesdorf as well. Either they are written down in my study plan or I can choose them as elective subject.

But where is the difference then?

`B. A. Business Management – focus bakery management´ is directly related to bakery trade. Whereas my course of study with focus on `production of food of animal origin´ has it’s focus on milk- and meat processing. Furthermore, it is designed for working in the food industry.

Where is the study course butchery management? A study course with focus on ARTISAN butcher’s trade, which gives background about business administration, product development, marketing, leadership, and company organization. Practical know how will be provided of specialists.

It would be interesting. Unfortunately, it is too late for me.

But I am sure, a part-time study course would be interesting for people working in the artisan butcher’s trade.

Betriebsausflug

Klassische Teambuilding-Workshops gibt es mehr als genug. Ziel der Teamentwicklung ist es ein gutes Arbeitsklima und eine gute Zusammenarbeit zu erreichen. Die Zusammenarbeit und Kommunikation untereinander sind vor allem im Handwerk essentiell. Nur wenn sich alle aufeinander verlassen können, sich gegenseitig helfen und zusammen arbeiten läuft der Tag reibungslos.

Klassisch ist langweilig! Ein Betriebsausflug hat die gleiche Wirkung und schweißt das Team mehr zusammen.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum ich auf das Thema komme. Dann lest doch einfach weiter 😉

Mein Chef und meine Kollegen sind der Einladung in meine Heimat endlich gefolgt. Der erste Betriebsausflug der Fleischerei Scheller ging ins Bratwursthotel nach Rittersbach. Sonntag früh ging es in Hannover mit dem Zug los. Mittags war das Ziel dann erreicht.

Nach der Ankunft gab es erst einmal einen Begrüßungskaffee im Eiscafé Herzblut in Georgensgmünd.

Mittelfranken ist ja nicht nur für Wurst bekannt, sondern auch für Bier. Welch ein Glück, dass die Hopfen- und Bierstadt Spalt unser nächstes Ziel war. Dafür habe ich als Programmpunkt die „Hopfen-Bier-Tour-Freiheit“ gewählt. Eine Führung rund um die Stadtbrauerei Spalt mit Geschichten über die Stadt und den Brauprozess.

Zum Bier darf die Wurst aber auch nicht fehlen – besser gesagt die fränkische Bratwurst. Nach dem Checkin ins Bratwursthotel gab es dazu einen interaktiven Workshop „Vom Suggerlä ibbers Scheiferlä zuuäh Broudwurschd“ in der Metzgerei.

Wie schmeckt gereiftes Schweinefleisch im Vergleich zu frischem Schweinefleisch? Um dazu den direkten Vergleich zu haben, gab es Carpaccio vom Schwein und Bratwurstgehäckbrote. Im Anschluss haben wir den Abend bei einem Bratwurstmenü ausklingen lassen.

Frühstück, eine Führung durch die Metzgerei und ein Besuch des Landwirts, welcher unsere Schweine hält, folgten am nächsten Tag. Vor der Rückfahrt nach Hannover gabs dann zur Stärkung noch Schäuferle im Gasthaus.

Ich freue mich riesig, dass ihr mich Zuhause besucht habt. Wann kommt ihr auf den Bratwurstschnaps vorbei?

Company Trip

There are various options of classical teambuilding workshops. Those workshops have the aim of better working atmosphere and better cooperation. Cooperation and communication are essential, working at an artisan company. There are no problems during the day if you can rely on each other, help each other and work together.

Classic is boring! A company trip has the same effect. It welds the team together.

Why is she writing about this theme? Go on reading and find it out 😉.

My boss and my colleagues finally accepted my invitation finally and visited me at home. The destination of the first company trip of the butcher shop Scheller was Rittersbach. The trip started on Sunday morning in Hannover. Their train arrived at noon.

We went to get coffee and cake or ice-cream after they arrived in Georgensgmünd.

Franconia is not only well known for sausages but for beer as well. What a coincidence, the hops and beer city `Spalt´ was our next destination. I chose a guided tour through the city for my guests. The tour was about the history of the city and stories about brewing beer.

Sausage’s can´t be missing. After checking in at the Bratwursthotel we had a Workshop `Vom Suggerlä ibbers Scheiferlä zuuäh Broudwurschd´ (from the pig to the Franconian crispy roast of pork shoulder to Bratwurst) at our butcher shop.

How does aged pork meat taste in comparison to fresh meat? We served carpaccio and Bratwurstgehäck (raw minced pork with Bratwurst spices) to be able to compare it. The evening came to an end with a Bratwurst menu.

Breakfast, a tour through the butcher shop and a visit of our farmer were the program for the next day. We had Schäuferle for lunch at a restaurant, before taking the train back to Hannover.

I am happy you’ve visited me at home. When are you coming to Franconia again for having a shot a Bratwurstschnaps together?

WurstJuly’s Talk mit Carsten Scheller

Weshalb haben Sie sich nach Ihrer Koch-Ausbildung zu einer Ausbildung zum Fleischer entschieden? Ich kann nichts anderes 😉. Es ist genetisch. Köche gibt es richtig viele. Mit einem Restaurant ist es unwahrscheinlich schwer Geld zu verdienen. Und mit einer Fleischerei ist es leichter? Zumindest ist man da einer von sehr viel weniger Betrieben. Das sehe ich als Vorteil.

In welcher Generation führen Sie die Fleischerei Scheller? In der dritten Generation.

Beschreiben Sie kurz die Entwicklung der Fleischerei Scheller! Gegründet wurde das Unternehmen in Hannover 1938. Nach zwei oder drei Jahren wurde das Unternehmen durch einen Bombenangriff zerstört und musste umziehen. Meine Oma kam aus Empelde und dann hat man dort in der Waschküche meiner Tante angefangen. Irgendwann hat man den ersten Laden aufgemacht. Im Jahr 1954 hat man das Haus gebaut, in dem der Laden jetzt ist.

Mein Opa war immer so drauf, dass er möglichst viel wollte. Es gibt Bilder, auf denen fünfzehn bis zwanzig Gesellen sind.

Damals wurden Würstchen für die Autobahnraststätte in Helmstedt produziert. Es wurden in der Woche rund drei Tonnen Würstchen produziert und dorthin geliefert. Der Laden war Nebenssache, es ging mehr um Großhandel.

Als meine Eltern den Laden übernommen haben, kamen die ersten Supermärkte und Gastro-Lieferanten auf. Die Abnehmer, wie beispielsweise die Autobahnraststätte haben dann gefordert, dass die Würstchen billiger werden. Mit dem bisherigen Geschäftsmodell hat man dann irgendwann kein Geld mehr verdient.

Meine Eltern haben in diesem Zug angefangen sich auf das Ladengeschäft zu konzentrieren. Und das ist auch bis heute so geblieben. Der Laden ist das wichtigste! Alles andere ist nur nebenbei.

Sie hatten ja zwischenzeitlich auch eine Filiale? Ja, in Gehrden für zwölf Jahre. So lange lief der Pachtvertrag. Danach wurden wir gekündigt, weil der Bäcker bei dem wir zur Untermiete waren sich vergrößern wollte. Wir hätten uns einen neuen Standort in Gehrden suchen müssen. So richtig Lust hatten meine Eltern dazu nicht. Es war auch eine Phase, in der es schwer war Mitarbeiter zu finden. Man hat es dann einfach gelassen und sich auf’s Hauptgeschäft konzentriert.

Mein Opa hat immer gesagt „Wenn man in seinem Wohnzimmer sitzt und man hat eine Flasche Schnaps und Brot, dann ist man trocken, satt und betrunken. Mehr kann man auch mit zehn Geschäften nicht.“

Als ich den Laden übernommen hatte, hatte ich eine Phase in der ich dachte, dass man mehr Partyservice machen muss. Aber das gleiche Problem, in Hannover gibt es viel zu viele Partyservice Anbieter. Und einen Full-Service anzubieten, bei dem dann die Beschäftigten Abends bei einer Veranstaltung Sekt ausschenken, dazu habe ich keine Lust.

So wir es jetzt machen finde ich es super. Die Leute holen fast alles ab, und wenn nicht lohnt es sich auch dort hinzufahren.

Partyservice kann einen auch kaputt machen! Es taugt nichts, wenn man Samstag und Sonntag immer arbeitet und gar kein Familienleben mehr hat.

Meine Eltern haben auch immer viel gearbeitet. Durch den Laden waren sie aber immer vor Ort. Schon als kleiner Junge bin ich immer im Betrieb herumgelaufen.

Wo sehen Sie die Fleischerei Scheller in zehn Jahren? Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass man nicht alles planen kann. Eigentlich wollte ich einen neuen Betrieb bauen. Das hat sich dann irgendwie verzögert. Man kann ja zur Zeit gar nicht bauen, selbst wenn man wollte. Es fängt schon damit an, dass kein Holz vorhanden ist, um das Baustellenschild aufzustellen.

Und wir sind immer noch dabei uns nach den Corona-Lockdowns zu sortieren, hinsichtlich was ist gut und was ist schlecht. Bewährt hat sich wieder, dass wir uns immer auf den Laden konzentrieren und nicht auf den Partyservice. Hätten wir uns auf den Partyservice konzentriert wäre das Jahr nicht so einigermaßen angenehm verlaufen. Es war zwar schon blöd so, weil wir eigentlich zwei Leute zu viel haben, wenn wir gar keinen Partyservice machen.

Ich habe mein Ziel erreicht, wenn ich das in zehn Jahren mit genauso viel Spaß wie jetzt mache.

Was ist die Spezialität der Fleischerei Scheller? Das ist natürlich der Leberkäse. Und das Zwiebelfleisch, das machen wir am Meisten.

Die Spezialität der Fleischerei Scheller ist aber auch, dass alles immer schön hergerichtet ist. Unser Tresen soll immer aussehen wie ein Buffet und nicht wie man einen Tresen aus anderen Fleischereien kennt. Deswegen gibt es bei uns auch keinen Belegungsplan.

In Grundzügen ist der Tresen zwar schon jeden Tag gleich, aber eben nicht komplett.

Was gefällt Ihnen daran „Chef“ zu sein? Manchmal gar nichts.

Ich kann eigene Ideen umsetzen und umsetzen lassen. Und man hat Verantwortung für viele Mitarbeiter. Alle bauen darauf, dass der Arbeitsplatz im nächsten Monat auch noch besteht. Das finde ich auch gut.

Wenn man einen eigenen Betrieb hat, verfolgt man die Entwicklung des Betriebs über einen gewissen Zeitraum. Das ist eine weitere Sache, die Spaß macht.

Man ist ein Stück des Weges verantwortlich und weiß: Es lief vorher ohne einen und nachher im Besten Fall auch.

Was gefällt Ihnen daran nicht beziehungsweise welche Schwierigkeiten gibt es? Das man an allen Sachen schuld ist. Im  normalen Leben würde man sagen „Das war ich nicht“. Das kann ich aber als Chef nicht.

Ich muss immer Verantwortung übernehmen. Mein Name steht außen am Betrieb, das heißt die Verantwortung liegt bei mir.

Auch der zunehmende bürokratische Aufwand wird manchmal einfach zu viel.

Was ist Ihre Lieblingswurst? Meine Lieblingswurst ist Finocchio.

Sie finden jährlich Auszubildende – worauf führen Sie das zurück? Eigentlich gibt es doch Azubimangel. Anscheinend machen wir irgendetwas, das andere auch wissen wollen. Ein gewisser Bekanntheitsgrad ist sicherlich auch nicht unschuldig daran. Wenn man unbekannt ist, kommt auch keiner.

Ich hätte gerne, dass die Leute kommen und Sagen „Mensch, der hat so gut ausgebildet, da sind schon so viele die gut waren.“.

Die, die ihre Ausbildung hier beginnen sind eigentlich alle so gut, dass ich keine Arbeit mehr damit habe. Die letzten zehn Auszubildenden waren fast alle sehr sehr gut.

Sie ermöglichen es mir eine Ausbildung zur Fleischerin im Rahmen eines dualen Verbundstudiums in Ihrem Betrieb zu absolvieren. Wie finden Sie die Ausbildung eines dualen Studenten? Was ist für Sie gut beziehungsweise schlecht daran? Jetzt wo ich das so erlebt habe, bin ich kein Freund davon. Ich finde, dass es da noch viel zu viele Baustellen gibt. Gerade was es anbelangt die Berufsschule mit in das System Studium und Ausbildung mit einzubinden. Das alles unter einen Hut zu bekommen ist immer mit Kompromissen verbunden.

Jemand, der sich für diese Ausbildung interessiert, hat meistens schon den theoretischen Hintergrund. Sollte jemand die Ausbildung machen, ohne den familiären Hintergrund ist es wichtig die „Standardgeschichten“ in der Schule mitzubekommen. Das dritte Lehrjahr in der Berufsschule zweimal zu machen und das erste Lehrjahr gar nicht zu machen finde ich komisch.

Die Probleme sehe ich im schulischen Bereich. Die Praxis ist nicht das Problem. Es gibt feste Zeiten, in denen die Auszubildende studiert und im Betrieb ist.

Wenn die Berufsschule dazwischenkommt, ist das eher schwierig. Vor allem ist man in der Schule in der Regel unterfordert, da man durch das Studium ein höheres Niveau gewohnt ist. Auf der einen Seite ist man unterfordert, auf der anderen Seite würde es dem ein oder anderen guttun die Schuljahre ohne Unterbrechung zu durchlaufen.

Ich finde nach wie vor, dass es sinnvoller ist die handwerkliche Ausbildung zuerst zu machen und das Studium danach. Zumindest, wenn jemand nicht diesen Familiären Hintergrund – wie du – hat.

Hat jemand diesen Hintergrund nicht, würde ich davon abraten ein Studium verknüpft mit einer Lehre im Handwerk zu absolvieren.

Bei jemandem mit familiärem Hintergrund würde ich es wahrscheinlich noch einmal machen.

Vielen Dank Herr Scheller für das Interview mit Ihnen!

WurstJuly’s Talk with Carsten Scheller

Why did you decide to serve an apprenticeship to be a butcher after your chef-apprenticeship? I don`t know doing anything else 😉. It’s genetic. There are many chefs. It´s hard to gain money with a restaurant. Is it easier with a butcher shop? At least you are one of a lot more less companies. That`s an advantage in my opinion.

In which generation do you run the butcher shop Scheller now? I am the third generation,

Describe the development of the butcher shop Scheller short! The company was founded in Hannover 1938. After two or three years it got destroyed due to a bomb attack and had to move to an other location. My grandmother was from Empelde. Empelde was the new location. The first production was in the former laundry room of my aunt.

The first shop opened shortly after. The house where the butcher shop is located now was built in 1954.

My grandfather`s aim was to produce as much as possible. Pictures with fifteen to twenty employees exist.

At this time sausages got delivered to the motorway services in Helmstedt. About three tons of sausages were produced per week and delivered there. The shop was a side issue, wholesale was more important for my grandfather.

The first supermarkets came up during the time my parents took over the company. The customers like the motorway services requested cheaper sausages. It was impossible to gain money with teh previous business model.

My parents set their focus on the shop then. That is still the case today. The shop is the most important thing! Everything else is a side issue.

You had a branch as well, right? Yes we had, in Gehrden for twelve years. For this time, we had a lease agreement. The agreement was terminated after those years. A bakery shared the building with us. The bakery decided to expand their shop, so we had to look for something else. But my parents didn’t want to go anywhere else. They decided to focus on the main shop.

My grandfather said always `You are dry, full and drunk, when you are sitting in your living room with a bottle of liquor and bread. You can´t do more with ten shops. ´

I thought we have to offer more catering when I took over the company. Same problem, we have to many companies which offer catering. And to offer a full-service, where my employees have to work in the late evenings is not my thing.

The way we do it now is perfect. People collect their orders and if not, it is worth driving to them to deliver their order.

Catering can destroy you as well! It’s not worth working every Saturday and Sunday and having no family time at all.

Though my parents worked a lot, they were always there for me. We lived in the same building as the butcher shop. Even as a little boy I walked around in the shop.

Where do you see the butcher shop Scheller in ten years? It is impossible to plan everything, that’s what I noticed during the time. I wanted to build a new house for the company. But everything delayed. It begins with not having wood to set up the sign for the construction.

And we are still rearranging the shop after Corona-Lockdowns, regarding what is good and bad for the company. It proved again to focus on the shop and not on catering. If we had focused on catering the last year would have been worse. It was not easy, because we have two employees to much if we don’t do caterings.

I will achieve my aim if I am doing my job, with the same fun as now, in ten years.

What is the specialty of the butcher shop Scheller? Leberkäse, of course. And Zwiebelfleisch (cured and cooked pork belly with a vinegar-oil-dressing and sliced onions). Zwiebelfleisch is the product we produce the most.

An other specialty of the butcher shop Scheller is, that we make everything look nice. Our counter shall look like a buffet and not like every other random counter in a butcher shop. That’s why we don’t have a plan how to set up our counter. The majority of products is every day in the same space, but not everything.

What do you like about being `boss´? Sometimes nothing.

I can realize ideas or tell somebody to realize them. And you have a great amount of responsibility for your employees. Everybody relies on you. That’s something I like about being a boss.

Having your own company means being a part of the development for a certain period as well. That’s something I like too.

You have responsibility for a part of the path, and you know: It worked before and at best after me.

What don’t you like about being `boss´ or which difficulties are there? You get blamed for everything. In normal live you would say `It wasn’t me´. But that’s something I can’t do because I am the boss.

I have to take responsibility for everything. My name is written on the building, so it’s my responsibility.

The increasing bureaucratic burden gets sometimes too much.

What’s your favourite sausage? My favourite sausage is Finocchio (salami with fennel).

You have every year a new apprentice – what do you think are the reasons? The butcher craft has usually lack of apprentices. Looks like we do something, which others want to know as well. But I think it is because our shop is well known as well. You don’t get apprentices if nobody knows you.

I would love hearing people say `He already had very good apprentices, I want to go there to serve my apprenticeship´.

Those who begin their apprenticeship in my shop are already very good, I don’t have work with them anymore. The last ten apprentices were almost all very very good.

You make it possible for me to learn how to be a butcher in combination with university. What do you like about the education of a dual student? What is good and bad for you? I don’t like this system very much. There are too many points which aren’t thought through. Especially if vocational system gets added to the system university and apprenticeship. To make everything fit is always a compromise.

Somebody who choses this kind of apprenticeship has the theoretic background already. But if somebody without family history is choosing to combine apprenticeship with university, the theory is very important for them. You did the third year at vocational school twice and the first not at all, that’s strange for me.

Vocational school is the problem in my opinion and not the practical work in the butcher shop. There are periods in which the apprentice is at university and periods in which she is at the butcher shop. Everything is organized, that makes it easy for me as employer to plan.

And in between the apprentice is at vocational school, that’s what makes it difficult. Especially because in vocational school is demanded too little. On one side it is demanded too little, on the other side if somebody doesn’t have this background it would be good to go to vocational school without interruption.

In my opinion it is better to serve the apprenticeship first and go afterwards to university. At least if somebody doesn’t have this family background – like you.

I would dissuade to combine apprenticeship and studies without background.

I would do it again if somebody has this background.

Thank you very much for the interview!

Volle Kraft voraus

Zu jeder Bewerbung gehört eine Zusage beziehungsweise eine Absage!

Bei meiner Bewerbung für‘s Butcher Wolfpack habe ich mir viel Mühe bei der kreativen Gestaltung gegeben. Eine Bewerbung in Rezeptform erhält man schließlich nicht alle Tage. Die Mühe hat sich schließlich auch ausgezahlt und ich wurde zum Auswahlverfahren eingeladen. Auch bei diesem habe ich mich wieder durchgesetzt und wurde ins Team aufgenommen. Damit habe ich die Zusage erhalten in der Azubi-Kategorie bei der World Butchers´ Challenge in Sacramento teilzunehmen.

Mit der Zusage ging dann auch die Planung los:

  • Trainingstermine in der Fleischerschule in Augsburg mit meinem Ausbildungsbetrieb abstimmen und Urlaub beantragen oder Vorlesungen an der Hochschule ausfallen lassen
  • Motto überlegen und darauf basierend Produkte aus einer Side of Pork, einem Rump of Beef, einem halben Lamm und zwei Hähnchen entwickeln, die den Anforderungen der Challenge entsprechen
  • Ablaufpläne und Rezepte für die einzelnen Produkte schreiben
  • Platten für die Präsentation anfertigen lassen
  • Equipment kaufen
  • Zeit in die Entwicklung und ins Training des Konzepts investieren
  • …und vieles mehr

Bis zur World Butchers´ Challenge am 2. und 3. September 2022 sind nur noch 10 Monate Zeit. Das Konzept steht, jetzt geht’s ans schneller werden, perfektionieren, organisieren. Damit auch alles bei einem Handgriff bereitsteht, ohne lange danach suchen zu müssen. Rezepte und Schilder müssen fertig geschrieben werden.

Das heißt jetzt die nächsten Monate Vollgas geben, das Ziel in den Augen behalten und das Beste geben.

Full speed ahead

To every application belongs a commitment or a rejection!

I spent a great amount of time in writing my creative application for the Butcher Wolfpack. I am sure, an application which is written like a recipe is something you don’t see every day. My effort has paid off, I got invited to the selection competition. I convinced with my presentation and got part of the team. My commitment to take part as an apprentice at the World Butchers´ Challenge in Sacramento.

Planning everything started shortly after the commitment:

  • asking for days off at work or cancelling lectures at university, to be able to attend trainings at the butcher school in Augsburg
  • thinking about a theme for the challenge and creating products out of a side of pork, a rump of beef, half a lamb and two chicken, which meet the requirements of the challenge
  • writing flow charts and recipes for the different products
  • getting manufactured plates for the presentation
  • buying equipment
  • …and a lot more

Only 10 months left until the World Butchers´ Challenge at 2nd and 3rd September 2022. The concept is ready, now I have to get faster, make adjustments and organize everything. With the aim to have everything where it should be, so I don`t have to look for it. Finishing writing recipes and product information on tickets.

Means for me full speed ahead during the next months, fixing my eyes on the objective and doing my best.